Nürtingen

Nürtinger Feuerwehr übte auf Heller-Betriebsgelände

06.10.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Was tun, wenn’s bei Heller brennt? Dieser Herausforderung stellte sich bei einer Übung am Dienstagabend die Nürtinger Feuerwehr. Zusammen mit den Kollegen der Heller-Betriebsfeuerwehr und dem DRK übten die Floriansjünger am höchsten Gebäude auf dem Werksgelände eine heikle Brandsituation. Darin sind Konstruktionsbüros und die Computertechnik untergebracht. Simuliert wurde ein Feuer im zweiten Stock. Ziel der Übung war, neben der Brandbekämpfung, insgesamt 23 Menschen aus dem Gebäude zu retten. Die Heller-Azubis hatten sichtlich Spaß in ihrer Rolle als vom Feuer eingeschlossene Mitarbeiter. Man wird schließlich nicht alle Tage mit der Drehleiter aus dem fünften Stock gerettet. Es sollte das Zusammenspiel von Betriebsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr geübt werden, außerdem richtete das DRK auf dem Werksgelände eine Sanitätsstation ein. Insgesamt waren die Nürtinger und die Reuderner Feuerwehr mit 45 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen vor Ort, unterstützt von elf Heller-Feuerwehrleuten, die diese Tätigkeit neben ihrer Arbeit im Werk ausüben. Das Rote Kreuz steuerte 25 Helfer bei. Wie nahe Übung und Realität beieinander liegen, zeigte sich kurz vor dem simulierten Einsatz auf dem Fabrikgelände. Gut eine Stunde vor der Übung um 19.30 Uhr musste die Feuerwehr zu einem Dachstuhlbrand in der Robert-Mayer-Straße ausrücken. Dort hatte sich nach Dachdeckerarbeiten aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer entwickelt. „Es war ein Kleinbrand am Dachfirst“, schilderte Abteilungskommandant Rolf Binder. Die Nürtinger Wehr habe größeren Schaden verhindern können. Kaum war der echte Einsatz vorbei, ging es umgehend zur Übung. psa/Foto: jh

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