Nürtingen

No. 1: Ramblin’ Man

12.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Name Richard „Dickey“ Betts ist untrennbar mit der 1969 gegründeten Allman Brothers Band verbunden. Mit seiner „Goldie“ genannten Gibson Les Paul „Gold Top“ setzte er Duane Allmans Slide-Gitarre die harten Riffs entgegen, wenn die beiden nicht in gitarrenbrüderlicher Einigkeit ihre synchron gespielten Solifeuerwerke zündeten, die für den Sound der Allman Brothers ebenso prägend waren wie die zwei Schlagzeuger. Dickey Betts war auch als Komponist für die größten Hits der Allmans, „Ramblin’ Man“ und „Jessica“, verantwortlich. Die wohl erfolgreichste Southern-Rock-Band – viele ihrer Platten wurden mit Platin veredelt – machte trotz des (Motorrad-)Unfall-Todes von Duane Allman 1971 und des Bassisten Berry Oakley 1972 (beide starben an fast der gleichen Straßenstelle) weiter. Die mehr Country-orientierte Singleauskopplung der LP „Brothers and Sisters“ (1973), „Ramblin Man“, wurde der einzige Nummer-1-Hit der Band. 1976 brach die Band auseinander und Dickey Betts gründete „Great Southern“, mit der er 1978 einen Riesenerfolg mit einem Auftritt beim zweiten Rockpalast-Festival in der Essener Gruga-Halle feiern konnte. Im selben Jahr reformierten sich die Allmans zwar noch mal, doch die großen Erfolge stellten sich nicht mehr ein. Forrest Richard Betts, genannt „Dickey“, steht heute, an seinem 65. Geburtstag, mit seinem Sohn Duane (!) immer noch an der Bühnenfront und verleiht seiner Band „Great Southern“ mit seiner unverkennbaren Südstaatenstimme den Sound, der vor vierzig Jahren den der Allman Brothers prägte. heb

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