Nürtingen

Mit Bischof auf Augenhöhe

13.07.2012, Von Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gebhard Fürst diskutierte am Mittwoch mit Nürtingens Katholiken über deren Sorgen

„Glaubwürdig Kirche leben“ – so lautet das Motto des Dialog-Prozesses, der zurzeit unter den Katholiken der Diözese Rottenburg läuft. Dies soll keine hohle Phrase sein, sondern mit Leben erfüllt werden. Deswegen kam Bischof Gebhard Fürst am Mittwoch ins Gemeindehaus von St. Johannes.

Von engagierten Katholiken umringt: Bischof Gebhard Fürst
Von engagierten Katholiken umringt: Bischof Gebhard Fürst

NÜRTINGEN. Der Oberhirte wollte offen reden. Deswegen war zu dieser Diskussion auch keine Presse zugelassen. Über deren Ergebnisse berichteten daher Pfarrer Martin Schwer sowie die beiden Zweiten Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Ulrich Mühlhause und Monika Schmid, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Vier „Anwälte“ der Laien trugen dabei dem Bischof die Anliegen der Gemeinde vor. Monika Schmid war die erste von ihnen: „Seelsorge braucht Zeit für Menschen – und Zeit für die Beziehung zu ihnen“, lautete ihre These. In der Nürtinger Johannes-Gemeinde gebe es einen Pfarrer und drei hauptamtliche pastorale Mitarbeiter für 10 000 Katholiken. Das sei einfach ein Unding und für viele Menschen eine große Not. Der Pfarrer müsse wirklich Seelsorger sein können – daher gelte es, ihn von Management-Aufgaben zu entlasten.


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