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Nürtingen

Im Nachhinein

14.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In diesen Tagen fällt es freilich schwer, heiter zu sein. Auch in schriftlicher Form. Auch, wenn man die schriftliche Form der Kommunikation zum beruflichen Werkzeug auserkoren hat. Die gefühlte Distanz zu schrecklichen Ereignissen zerbröckelt – mit jedem Kilometer, den sie geografisch näher rücken. Und mit jeder Minute, in der man die Schutzbarrieren herunterlässt, um sich intensiv damit zu befassen – wie es auch die Redaktion der Nürtinger/Wendlinger Zeitung nach dem Ende des Amoklaufs in Wendlingen hat tun müssen. Also sollte es heute eigentlich keine heiteren Zeilen geben an dieser Stelle. Und auch keine kleinen, netten Boshaftigkeiten. Es würde zu schwer fallen – und es wäre auch nicht angemessen. Zu groß sitzt der Schock, vor allem und gerade bei den Menschen, die eigentlich unseres ganz besonderen Schutzes und unserer ganz besonderer Liebe bedürfen: bei den jungen und bei den ganz kleinen Menschen. Wie sollen die verstehen, was die Alten nicht verstehen? Und wie sollen die damit umgehen, wenn ihre überbordende Fantasie oftmals die Schatten noch dunkler und bedrohlicher färbt, als sie eigentlich sind? Die ganz Kleinen mögen wir noch in Watte packen können. Doch kaum werden sie etwas größer, bläst der raue Wind der Wirklichkeit diese Watte weg. Im Handumdrehen. Auf ewig werden wir ihr Schirm nicht sein können. Und wenn wir sie stark machen wollen, müssen wir sie ernst nehmen – und dann müssen wir mit ihnen reden. Mit einem großen Herzen für sie. Mit Geduld. Und: auf ihrer Augenhöhe.

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