Nürtingen

Im Nachhinein

27.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kalender, Kalender, du bist ja schon so dünn. So dünn, dass sogar bis Silvester nicht mehr lange hin ist. Gerade mal eine Handvoll Blätter dürfen noch abgerissen werden, dann ist es vorbei mit 2008. Eines Jahres, das garantiert in die Geschichtsbücher eingehen wird. Wegen seines Spagats zwischen Angst und Hoffnung.

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Auf der einen Seite das Debakel in der Weltwirtschaft, das von denen, die Verantwortung dafür tragen, weil sie gar nicht mehr aufhören wollten mit ihrem Veitstanz ums Goldene Kalb des Turbo-Kapitalismus, anscheinend immer noch als Kavaliersdelikt betrachtet wird (schließlich hat man immer noch kein Wort der Entschuldigung von denen gehört, denen dieses Schlamassel zu verdanken ist), auf der anderen Seite die Aufbruchstimmung vor, bei und nach der Wahl Barack Obamas – beides steht symptomatisch für die Extreme dieser zwölf Monate. Und es steht auch dafür, dass die einen keine Verantwortung übernehmen wollen, und sich beim Zweiten die Frage stellt, ob es nicht unmenschlich ist, ihm so viel Hoffnungen und damit auch Verantwortung aufzubürden. Er könnte vielleicht an den eigenen Träumen zerbrechen. Auf der anderen Seite ist es immer gut, wenn der Mensch Grund zu hoffen hat.

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