Nürtingen

Haarige Sache

24.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Haarige Sache

Wer schön sein will, muss leiden besagt eine alte Weisheit. Vornehmlich traf das auf Frauen zu, die sich von den Herstellern dekorativer Kosmetik so ziemlich alles aufschwatzen ließen. Mit ziemlich viel Leiden war schon immer die Entfernung von an missliebigen Stellen wachsenden Haaren verbunden. Ob mit Wachs oder in freundlichem Design gehaltenen Foltergeräten namens Epilierer das Ausrupfen von Haaren ist und bleibt schmerzhaft. Seither waren es hauptsächlich Frauen, die sich dieser Prozedur unterwarfen. Die Männer hingegen kämmten sich das Fell noch extra aus dem Kragen. Doch damit, so das Modediktat, ist jetzt Schluss. Der Mann, der etwas auf sich hält, sieht nicht mehr aus wie ein Teddy, bei dem die Füllung herausquillt, sondern ist blank wie ein Babypopo. Beim schmerzarmen Rasieren piekst er nach drei Tagen wie ein Nadelkissen also ausrupfen. Die dahingehenden Bemühungen mit Wachs sehen viele Frauen mit gewisser Schadenfreude. Endlich gelten Männer nicht mehr als Naturschönheiten, sondern müssen ebenfalls ein wenig leiden, um so auszusehen wie die Herren auf den Zeitschriftentiteln. bg


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