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Nürtingen

Frauen in der Textilindustrie

19.03.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (pm). Im Rahmen der Nürtinger Frauentage findet am Dienstag, 20. März, um 20 Uhr ein offenes Werkstattgespräch der Frauengeschichtswerkstatt zum Thema Frauen in der Textilindustrie sie machten Nürtingen zur Stadt der guten Strickwaren. Bis zum Niedergang der Textilindustrie in den 1970er-Jahren war Nürtingen über die Landesgrenzen hinaus als Stadt der guten Strickwaren bekannt. Der Ruhm der Nürtinger Textilindustrie ist verbunden mit den Namen der männlichen Firmengründer wie zum Beispiel Franz Entreß, Reinhold Hauber, Paul Jenisch, Gottlieb Imanuel Heusel oder Karl Oelkrug. Doch getragen wurde die Textilproduktion von den vielen unbekannten Frauen, die sich unter anderem als Näherinnen, Strickerinnen, Heimarbeiterinnen oder auch als Directricen in den hiesigen Fabriken ihren Lohn erwarben, so die Veranstalter: Auch als Firmenleiterinnen, die das Werk der Gründerväter oder Ehemänner weiterführten, machten sich Nürtinger Frauen verdient. Mit den Frauen in der Nürtinger Textilindustrie beschäftigt sich derzeit die Frauengeschichtswerkstatt der Volkshochschule. Ihre bisherigen Ergebnisse stellt sie in dem offenen Werkstattgespräch vor, an dem voraussichtlich ehemalige Textilarbeiterinnen, Heimarbeiterinnen, Directricen und Ausbilderinnen der Gant teilnehmen werden. Wer erfahren oder selbst berichten möchte, wie in den Nürtinger Strickwarenfabriken im Wandel der Zeit produziert wurde, unter welchen Bedingungen ein großer Teil der Nürtingerinnen in der Vergangenheit gearbeitet hat, wie sich Familie und Fabrikarbeit früher vereinbaren ließen oder welche Rolle die Nürtinger Gant als einzigartige Ausbildungsstätte gespielt hat, ist zu der Veranstaltung mit anschließender Führung eingeladen. Veranstaltungsort ist das Stadtmuseum in der Wörthstraße.

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