Nürtingen

Der Zug der Tausend

11.05.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(jg) „Brüder Italiens! Italien hat sich erhoben und mit dem Helm des Scipio sein Haupt geschmückt“: So lauten die erste Zeilen von „Fratelli d’ Italia“, der Nationalhymne Italiens. Sie erinnert an eine Zeit, an die speziell heute zwischen Alpen und Ätna Millionen denken: Vor exakt 150 Jahren begann der „Zug der Tausend“ mit dem legendären Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi an der Spitze.

Von Genua aus war er mit tausend Rothemden gen Süden gesegelt. Auf zwei von der sardischen Regierung gecharterten Handelsschiffen, der „Lombardo“ und der Piemonte“. Beschützt von britischen Kriegsschiffen konnten sie am 11. Mai 1860 in Marsalas auf Sizilien landen, wo ein Volksaufstand gegen die Herrscher aus dem französischen Bourbonen-Geschlecht ausgebrochen war. Vier Tage später wäre es schon fast aus gewesen mit dem Traum von Siziliens Freiheit und Italiens Einheit, denn bei der Schlacht von Calatafimi unterlagen die „Rothemden“ um ein Haar. Aber dann wendete sich das Schicksal: Am 27. Mai gelang der Einzug in Palermo, im August hatte Garibaldi die ganze Insel in der Hand und wagte den Sprung aufs Festland. Erst im Oktober stellten sich ihm die Bourbonen wieder entgegen, wurden aber erneut geschlagen und deren Residenz des Königsreichs beider Sizilien, Neapel, erobert.


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