Nürtingen

Der Sieg des Plebejers

16.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Noch hatten 191 vor unserer Zeitrechnung die Römer die eigene Halbinsel Italien nicht vollständig unter Kontrolle, da stritten sie am anderen Ende der damaligen Welt auch schon mit den Völkern Asiens. Dort, zwischen dem heutigen Afghanistan und der türkischen Mittelmeerküste, herrschten in der Nachfolge Alexanders des Großen die Seleukiden, Nachfahren des als Sieger aus den Diadochenkämpfen hervorgegangenen Feldherrn Seleukos Nikatos. In Rom hatte es der Plebejer Manius Acilius Glabrio zu etwas gebracht. Als Volkstribun gestartet hatte er es innerhalb von zehn Jahren geschafft, zum Konsul, also einer Art Regierungschef, gewählt zu werden.

Damit stand ihm auch der Rang eines Feldherrn zu und so führte er ein Heer nach Griechenland, um gemeinsam mit den verbündeten Griechen zu verhindern, dass sich der aktuelle Seleukidenchef Antiochos III. eine Machtbasis auf dem europäischen Festland sichern konnte.

Um sich klar zu machen, was dort in der Folge dieses Kriegszuges, der mit der zweiten Schlacht an den Termopylen und einem grandiosen Sieg des Römers vor 2200 Jahren ein vorläufiges Ende nahm, nämlich der Versuch, das Reich Alexanders des Großen auf Europa auszudehnen, sollte man sich vergegenwärtigen, dass Rom außer dem südlich des Po gelegenen Teils des „Stiefels“ und einem heute spanischen Küstenstreifen nichts besaß, während der Gegner über alles bewirtschaftbare Land zwischen dem nördlichen Indien und dem heutigen Istanbul gebot.


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