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Nürtingen

Dem Gefängnis um Haaresbreite entronnen

13.06.2018, Von Barbara Gosson — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Mann aus dem Landkreis hatte 22 000 kinderpornografische Bilder gesammelt und Videos getauscht

Der Mann war umfassend geständig, aber bei der erdrückenden Beweislage blieb ihm kaum etwas anderes übrig: Ein Handwerker aus dem Kreis hatte auf seinen Rechnern jede Menge Bilder von Vergewaltigungen an Kindern und Jugendlichen gesammelt. Erwischt worden war er, als er Videos in einer einschlägigen Tauschbörse hochlud.

NÜRTINGEN. Deshalb musste er sich am Montag am Nürtinger Amtsgericht vor Richterin Sabine Lieberei wegen Verbreitung kinderpornografischer Schriften verantworten. Die Anklageschrift der Staatsanwältin vermittelte einen Eindruck, welcher Art die Dateien waren, die der Mann gesammelt hatte. Kinder, die neun Jahre, sechs Jahre, drei Jahre oder gar nur ein Jahr alt sind, werden darin auf viele Arten vergewaltigt.

Angeklagt waren 54 einzelne Straftaten, die sich von 2013 bis 2016 ereignet hatten. Im Zuge der Ermittlungen ging die Ehe des Mannes in die Brüche. Der Vater eines erwachsenen Sohnes ist aber inzwischen wieder liiert. Der 1973 in Ostdeutschland geborene Handwerker gab an, dass das Programm die Dateien selbsttätig freigegeben habe. In dieser Szene, so die Richterin, müsse man meistens etwas anbieten, um Material zu bekommen, sodass sich alle gleichermaßen strafbar machen.


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