Nürtingen

Brücken bauen

31.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Man nehme: 22 000 Tonnen Stahl, 180 000 Tonnen Beton, eine Hundertschaft Baumaschinen aller Art, würze das Ganze mit einer möglichst geringen Zahl von Menschen, die tatsächlich noch mit der Hand am Arm schweißtreibende Tätigkeiten ausüben, schmecke es mit dem dazugehörigen Medien-Bohai (nicht zu knapp) ab. Die so entstandene Mischung drei Jahre lang im Brutofen gehalten, und am Ende steht in und über dem Strelasund plötzlich die „größte“ Brücke Deutschlands, die seit dem Oktober 2007 Deutschlands „größte“ Insel mit dem Festland, speziell der Stadt Stralsund, verbindet. Ach ja, eine Zutat haben wir noch vergessen: die Kohle! Na ja, das Geld eben. Denn ohne die 125 Mios (85 Millionen Euro, so hieß es nach der Planungsphase, sollte das Ding eigentlich kosten) hätte sich keine Hand gerührt, kein Rad gedreht (wovon für Politiker ja bekanntlich keines groß genug sein kann, um daran zu drehen). Dafür ragt inmitten des über vier Kilometer langen Bauwerks seit zwei Jahren ein aus zwei Einzelpylonen bestehender Turm 128 Meter hoch in den Himmel über dem Strelasund, von dem aus 32 harfenförmig gespannte Stahlseile den Brückenkörper im Gleichgewicht halten. Mit den drei befahrbaren Spuren pro Richtung kann die ebenfalls neu (für 1,29 Milliarden Euro) gebaute Ostseeautobahn A 20 jetzt täglich 30 000 – statt der vorher 20 000 über den Rügendamm geschlichenen – Kraftfahrzeuge auf die Insel spülen, wo sie dann auf der alten A 96 rund 50 Kilometer im bestenfalls zäh fließenden Verkehr verbringen dürfen, bevor der Fährhafen Sassnitz oder die Seebäder Binz, Sellin und Göhren erreicht sind. Das wirkt sich besonders für diejenigen Inselbewohner aus, die als Kurzpendler von, sagen wir, dem Kleinstädtchen Samtens aus für die Fahrt zur Arbeit im zehn Kilometer entfernten Inselhauptort Bergen statt wie früher eine halbe, jetzt eine volle Stunde oder mehr unterwegs sind. Übrigens wurde heute vor genau fünf Jahren der Grundstein für den Monumentalbau Rügenbrücke gelegt.

Nürtingen

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