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Autorin zeigt, wie Kinder in verschiedenen Teilen der Welt leben

04.07.2022 05:30, Von Doreen Garud — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie begrüßen sich Kinder in anderen Ländern? Wie sieht ihr Bett aus? Das und viel mehr steht im neuen Bilderbuch „Ich zeig dir meine Welt“. Die Autorin des Buches spricht im Interview darüber, wie sie all das rausgefunden hat.

In dem kunterbunten Bilderbuch kann man Interessantes zu Kindern in aller Welt erfahren.  Foto: Penguin Junior
In dem kunterbunten Bilderbuch kann man Interessantes zu Kindern in aller Welt erfahren. Foto: Penguin Junior

Wie wir sprechen, was wir essen, wie wir zur Schule kommen oder wie unsere Puppen aussehen: All das hängt davon ab, wo auf der Welt wir geboren wurden. Wie wäre es aber, in einer anderen Kultur aufzuwachsen?

Die Kinderbuchautorin Nicola Edwards, die das Buch „Ich zeig dir meine Welt“ schrieb.  Foto: Douglas Fry
Die Kinderbuchautorin Nicola Edwards, die das Buch „Ich zeig dir meine Welt“ schrieb. Foto: Douglas Fry

Wer sich woanders hinträumen will, kann das mit dem Buch „Ich zeig dir meine Welt“. Viele Informationen und hübsche Zeichnungen zeigen, wie andere Kinder auf der Erde leben. Wir haben mit der Autorin Nicola Edwards über ihr Buch gesprochen.

 

Ihr Buch ist voller Fakten. Woher wissen Sie von all dem?

Ich recherchiere viel, das ist einer der faszinierendsten Teile meiner Arbeit. Ich plane die Themen für mein Buch und schaue dann, was es dazu zu entdecken gibt. Nicht selten führt eine Entdeckung zur nächsten, und ehe man sich versieht, verliert man sich total im Stöbern!

Haben Sie etwas gefunden, das bei allen Kindern gleich ist?

Ich denke, eines haben alle Kinder gemeinsam: ihre Spielfreude und ihren Ideenreichtum. Wenn sie kein Spielzeug griffbereit haben, werden sie es herstellen. So machen kenianische Kinder etwa Galimoto (Spielzeugfahrzeuge) aus allem Möglichen, etwa aus Drähten oder Maisstängeln.

Philippinische Kinder stellen schon seit Langem Turumpos (Kreisel) her, die sie noch im eigenen Style dekorieren. Armenische Kinder kämpfen mit hartgekochten Eiern. Es geht darum, alles zu verwenden, was man zur Hand hat, um Spaß zu haben.

Haben Sie etwas gefunden, das in zwei Teilen der Welt völlig gegensätzlich ist?

So was gibt es! In China ist es höflich, ein bisschen Essen auf dem Teller zu lassen, als Zeichen dafür, dass der Gastgeber nicht zu wenig Essen gegeben hat. Während es in Indien unhöflich ist, Essen zu verschwenden, also ist es am besten, alles aufzuessen, was einem gegeben wurde.

In Bulgarien schüttelt man den Kopf, um Ja zu sagen, und nickt, um Nein zu sagen, was das Gegenteil von Ländern wie Deutschland ist. In den USA ist ein Daumen nach oben ein positives Zeichen, während es in Thailand ein bisschen so ist, als würde man die Zunge rausstrecken.

Haben Sie einige der Dinge tatsächlich selbst gesehen, die Sie beschreiben?

Ja, ich bin mit der bolivianischen Seilbahn gereist, in Amsterdam an den Kanälen entlanggeschlendert, habe in Peru Fischgerichte gegessen und Alpakas gesehen, in Japan auf einer harten Matratze geschlafen, in türkischen Geschäften die Amulette des bösen Blicks gesehen und Bangkok mit dem Tuk-Tuk durchquert (ein Tuk-Tuk ist ein kleines Fahrzeug mit drei Rädern).

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