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Kommentar

Aufeinander zugehen

08.11.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Kommentar von Uwe Gottwald.

Zuerst wurde die Neugestaltung des Schillerplatzes finanziell in Frage gestellt. Und dieses Thema scheint vor den anstehenden Haushaltsberatungen auch noch nicht ausdiskutiert. Vorschläge zu Einsparungen stehen zur Debatte. Jedenfalls aber steht seit August der Beschluss, den zweiten Bauabschnitt der Fußgängerzone möglichst in den nächsten zwei Jahren in die Tat umzusetzen. Dann aber brandete die Debatte um Bäume auf, die gefällt werden sollen. Und auch auf den gewohnten Anblick des Ochsenbrunnens wollen manche nicht verzichten.

Zu Letzterem sei gesagt, dass selbst der Künstler, der ihn einst geschaffen hat, mit den Ideen zur Neugestaltung einverstanden ist. An den Skulpturen ändert sich schließlich nichts. Und könnte es nicht tatsächlich attraktiver sein, diese sitzend von neu geschaffenen Elementen um den Brunnen herum zu betrachten, statt sie sitzend auf dem Brunnenring im Rücken zu haben?

Kniffliger ist die Frage der Bäume. Nicht jeder ist automatisch erhaltenswert. Wenn man jetzt gleichwertigen Ersatz schaffen will, dann denken die Planer auch an kommende Generationen und rücken gleichzeitig ein gutes Stück von ihrer ursprünglichen Idee ab. Dafür sollte ihnen Respekt gebühren. Die Vorschläge zur Platzgestaltung sind jedenfalls dazu angetan, dass sich nun alle – Gemeinderäte wie Bürger – mit etwas gutem Willen zusammenraufen könnten.

Zum Artikel "Kompromisse für den Schillerplatz" vom 8. November 2018.

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