Leserbriefe

Wo bleibt Kundenservice?

31.03.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hannelore Plankenhorn, Nürtingen. Zu den Leserbriefen Ärger mit der Post vom 27. März und Service der Post vom 21. März. Frau Tetting und Frau Mangold haben mir aus der Seele gesprochen. Ich möchte all diese Mängel noch ergänzen. Wir haben zwei Enkel in den USA, also ist der Brief- und Päckchendienst sehr rege und das bei Preisen, die bald nicht mehr bezahlbar sind, und dann noch der Ärger und die Arroganz. Ein Brief in die USA kostet 1,70 Euro. Der Automat hat keine Briefmarke um 1,70 Euro, auch nicht einzeln. Entweder klebt man weniger drauf, dann kommt er zurück, oder mehr. Also heißt es einreihen in die lange Schlange und hoffen, dass an dem bestimmten Schalter, der Einzelbriefmarken verkauft, keiner steht, der ewig braucht. Auf meine Bitte, mir ein paar Luftpostaufkleber zu geben, wurde mir geantwortet, man könne mir nur fünf Stück geben. Die werden uns angerechnet, war die Antwort einer braungelockten Dame. Nach meinem Protest, warum es am Automaten keine Marke zu 1,70 Euro gibt, hieß es, draußen sei das Telefon, wenn ich mich beschweren wolle (natürlich gegen Bezahlung). Der Ärger ist auch nicht geringer, wenn man ein Päckchen bringt. Der Preis bis zwei Kilogramm Luftfracht: 12,50 Euro, bis fünf Kilogramm 32 Euro. Sind zehn Gramm zu viel drin, heißt es auspacken oder die nächsthöhere Gebühr bezahlen. Es hat ja nicht jeder eine Briefwaage! Ich habe mir mal erlaubt, nach so einer Odyssee das Amt für Verbraucherschutz anzurufen. Die Antwort war: Egal ob Post, Bahn, EnBW, die dürfen, was sie wollen. Bleibt nur noch die Hoffnung auf Ende 2007, wo angeblich das Briefmonopol der Post ausläuft. Ich glaube nicht dran, da schon wieder Stimmen von Politikern laut werden, es nicht zu tun.

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