Leserbriefe

Wieder einmal die bestimmte Ecke

11.07.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dieter Hiemer, Neckartailfingen. Zu den Leserbriefen „Was steckt hinter dem Wunsch“ vom 21. Juni und „Frau Roth geht zur Tagesordnung über“ vom 30. Juni. Nachdem Frau Pfuderer ihre ideologischen, linksgrünen Ergüsse über Frau Hofstatt niederließ und Herr Ackermann das gleiche Schicksal erlitt, habe ich eigentlich schon da meine Meinung sagen wollen. Vor allem auch deswegen, weil diese Person ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz in die Nähe von Adolf Hitler gerückt hatte. Sie hat den monströsen Massenmörder zwar nicht beim Namen genannt, doch die Aussage „einen Österreicher hatten wir ja schon mal“ ist hanebüchen und skandalös. Wieder einmal will da jemand aus einer Acht-Prozent-Partei den Leuten seine Meinungshoheit überstülpen.

Wie Renee Maike Pfuderer zur Erkenntnis kam, dass Frau Hofstatt mit ihrer Ansicht bezüglich den Kreuzen in bayerischen Amtsstuben in der Minderheit wäre, erschließt sich mir nicht. Würden nämlich alle, die sich davor fürchten, als rechts oder sogar als Nazi stigmatisiert zu werden, endlich den Mut haben, auch klare Kante zu zeigen, wäre die Leserbriefseite jeden Tag rappelvoll. Ich versuche jedenfalls die vielen positiven Anrufer nach einer meiner veröffentlichten Meinungen davon zu überzeugen, dies doch endlich zu tun.

Die anscheinend ach so taffe Frau Roth sollte sich übrigens etwas mehr zurücknehmen. Wie kann sich eine Bundestagsvizepräsidentin an die Spitze einer Demonstration gegen eine von neun Millionen Bundesbürgern gewählte Partei setzen, die ihren Parteitag abhält? Neben den schon vorhandenen Hundertschaften Polizei mussten in Augsburg zusätzlich 2000 Beamte anrücken und damit hat Claudia Roth einen maßgeblichen Anteil daran, dass Steuergelder vergeudet wurden. Dank dieser Präsenz ging die linke Demoveranstaltung diesmal ohne Schäden über die Bühne. Weil in Richtung Herrn Ackermann nun wieder die Nazikeule geschwungen wurde („Roth und die Schweigeminute“), musste ich jetzt meinen Kropf leeren. Frau Pfuderers weltoffenes, freiheitliches Gesellschaftsgedöns kann mir gestohlen bleiben.

Ich jedenfalls gehe zum Beispiel aus eigener Erfahrung abends nicht mehr alleine über die Stuttgarter Königstraße, wovon ich auch vor allem Frauen abraten würde, weil da ebenjene Weltoffenheit und Freiheit des Öfteren mit Füßen (und auch Händen) getreten wird.

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