Leserbriefe

Wenig Kretschmänner und zu viele Hermanns

17.04.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dieter Hiemer, Neckartailfingen. „Diskriminierung“ schallt es aus der bekannten Ecke, wenn eine Bevölkerungsgruppe auf banalste Weise wegen deren Meinung benachteiligt oder beleidigt wird. Verlangt man in einer Bäckerei auf gut Schwäbisch „a Mohraköpfle“, droht einem die Sprachpolizei mit erhobenem Zeigefinger. Dass derzeit jedoch über sechs Millionen Wähler diskriminiert werden, davon allerdings spricht niemand, schon gar nicht Grüne und Linke.

Allen Parteien im Bundestag steht der Posten eines Vizepräsidenten zu, der aber der größten Oppositionsgruppe, wie schon im Landtag geschehen, verweigert wird. Dabei setzen sich Abgeordnete der Altparteien sogar ins Boot der Linksaußen. Sönke Rix (SPD): „So fängt’s an, Nazis werden salonfähig gemacht“. Absurd. Auf dem Bundestags-Vizesessel darf dagegen eine Claudia Roth Platz nehmen, die sich nicht scheut, unter Antifaplakaten („Deutschland verrecke“) zu demonstrieren. Des Weiteren ist Petra Pau eine der Schäuble-Vertreter, die aus einer Partei stammt, deren Vorgänger vor nicht mal 30 Jahren „Menschen wie Hasen an der Zonengrenze abschießen ließ“, so der Originalton des damaligen ARD-Korrespondenten in Ost-Berlin, Lothar Loewe. Schon vergessen?

Grüne und Linke wollen die Republik umbauen, das ist nicht erst seit Göring-Eckardts Ausspruch „Ich freue mich auf ein anderes Deutschland“ bekannt. Und alle, außer der AfD, verschließen die Augen. Deshalb wird dringend ein Korrektiv benötigt, das sich dagegenstemmt. Übrigens muss man nicht unbedingt AfD-Wähler sein, wenn man einzelne Positionen dieser Partei befürwortet. Im Bundestag spielen sich die kuriosesten Dinge ab seit der „Fuchs“ in den „Hühnerhaufen“ eingedrungen ist.

Als Stephan Mayer (CSU) einen Gesetzesentwurf vorlegte, der die Identität von Asylbewerbern sicherstellen soll, war es dem Innenstaatssekretär sichtlich peinlich, dass die AfD dem uneingeschränkt zustimmte. Ja, man musste sogar ehrliche Sorge haben, die Koalitionäre würden deshalb ihren eigenen Antrag ablehnen. Wie ernst es den Grünen mit dem Umbau der Gesellschaft ist, zeigt der jüngste hanebüchene Vorschlag, das Eigentum am eigenen Kraftfahrzeug abzuschaffen. Jeder könne ja einen vielfältigen Fahrzeugpark nutzen.

Leider gibt es in dieser Partei zu wenig Kretschmänner und zu viele Hermanns. Dies setzt dem Dieselfahrverbot, der Enteignung von Dieselautobesitzern und der ideologisch geführten Elektroautodebatte gar noch die Krone auf. Neidvoll schaue ich da nach Österreich, wo die ÖVP/FPÖ-Koalition die Dinge zum Wohle ihrer Bürger ohne großes Rumgeeiere regelt.

Leserbriefe

Der Abstand zu den Windkraftanlagen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Standorte in der Region vom Winde verweht“ vom 14. Juni. Wenn man den BW-Windatlas 2019 einmal anschaut, stellt man fest, dass darin für die betrachteten Windhöffigkeiten die maximale Nabenhöhe der Windkraftanlagen von 160 Meter auf 200 Meter angehoben…

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