Leserbriefe

Was wird aus „PateNT“?

24.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rosemarie Körner, Nürtingen. Zum Artikel „Kommunales Seniorenbüro für Nürtingen“ vom 19. Dezember. Mit Staunen lese ich von dem neuesten Bürgergeschenk der Stadt Nürtingen: Wir bekommen ein Seniorenbüro! Als Fast-Seniorin interessiert mich das natürlich und ich verfolge die diesbezüglichen Angebote schon längere Zeit. Gibt es nicht den mit vielen Lorbeeren verzierten Verein PateNT? Die Stadt ist bei den Trägern genannt, sie bezahlt jährlich den „Abmangel“ von 10 000 Euro an den Verein, allerdings vorerst nur bis 2009. Mit einem Leserbrief hatte ich am 8. Oktober die „eierlegende Wollmilchsau“ PateNT kritisiert, denn mir schien der Verein nicht unabhängig. Das hat ja nun auch das Bundesgesundheitsministerium im Juli bei der Auswahl der Pflegestützpunkte so gesehen und den Nürtinger Beitrag als nicht unabhängig bezeichnet, was bei einer neutralen Beratung jedoch unablässig ist.

Jetzt frage ich mich, was wird aus PateNT? Es gibt zahlreiche Freiwillige, die sich rührend für die Bedürfnisse Hilfsbedürftiger einsetzen, bis sie dann in eine Einrichtung der Träger weitervermittelt werden. Kommen die jetzt zu dem städtischen Büro oder gibt es da Vernetzungen zu PateNT? Dann wäre das neue Kommunale Seniorenbüro wieder nicht unabhängig und man könnte die Bundes- oder Landeszuschüsse wieder nicht bekommen. Denn darum geht es doch: Auf möglichst vielfältigen Gebieten die angebotenen Zuschüsse abzuschöpfen. Die Pflegeversicherung gewährt jedem Projekt eine Anschubfinanzierung von 45 000 bis 50 000 Euro, wenn ehrenamtliche Mitarbeiter in das Konzept eingebunden sind. Im Südwesten gibt es bereits von den Kommunen finanzierte Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstellen (IAV-Stellen). Sozialministerin Monika Stolz (CDU) hatte betont, dass keine Doppelstrukturen entstehen sollen. Der Denkendorfer Pflegestützpunkt wird übrigens von verschiedenen Krankenkassen getragen.

Man wird im Alter ja manchmal blind und taub, noch ist es bei mir nicht so weit und ich wundere mich doch sehr, welches Bild man in der Stadt Nürtingen von den Bürgern hat, ganz speziell von denen, die bereit sind, sich für andere zu engagieren. Man muss nur sagen „Mach!“ und sie tun es gerne, also schnell mal wieder was Neues finden, um die aktiven Alten zu beschäftigen, damit sie nicht so viel Zeit haben, zu überlegen und zu denken.

Leserbriefe

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