Leserbriefe

Was muss ein OB können?

19.10.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus Bühler, Nürtingen. Ein Oberbürgermeister muss weder Verwaltungsfachmann noch Jurist sein. Er muss auch keine einschlägige Berufserfahrung mitbringen. Er sollte sich aber für Politik und Gesellschaft interessieren. Ein Oberbürgermeister sollte Problembewusstsein mitbringen, lern- und zur Selbstkritik fähig sein. Er sollte einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ein gesundes Rechtsempfinden besitzen. Er sollte mit gesundem Menschenverstand und Lebenserfahrung in der Lage sein, zu vermitteln und eigenständige Entscheidungen zu treffen.

Einem solchen Oberbürgermeister können die Gründe für den Rücktritt des Herrn von Guttenberg kaum entgangen sein. Und er würde alles tun, um Plagiatsvorwürfe zu vermeiden. Ihm wäre bewusst, dass eine Tat nicht erst durch eine Rechtsverfolgung zum Unrecht wird. Und er würde nicht auf den üblichen Politiker-Reflex „erst mal alles abstreiten“ zurückgreifen. Er lässt auch keinen Druck auf Bürger und Mitbewerber ausüben. Ihm wäre klar, dass ein OB-Kandidat unter besonderer Beobachtung steht. Die Integrität, die ich von einem künftigen OB erwarte, würde ihn sonst von einer Kandidatur abhalten.

So kann ich Johannes Singles Frage nur wiederholen: Wer wäre wohl nach einem Wahlsieg von Sebastian Kurz der eigentliche OB in Nürtingen – Vater oder Sohn? Um nun nicht in den Verdacht der Wahlwerbung für Herrn Heirich zu geraten, ich habe bereits gewählt: Claudia Grau – per Briefwahl.

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