Leserbriefe

Warum mit dem Kopf durch die Wand?

21.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Haug, Frickenhausen, Vorsitzender SPD-Gemeinderatsfraktion. Zum Leserbrief „,Ochsen‘ und kein Ende“ vom 4. August. Beim Thema „Pflegeheim“ am Standort „Obere Straße“ will Bürgermeister Kuhn anscheinend so viele Fakten wie möglich schaffen, um ein Nachdenken über Alternativen zu verhindern. Anders ist es nicht zu verstehen, dass er auf dem Grundstück hinter dem „Ochsen“ in einer Blitzaktion die Bäume roden ließ. Ja sogar der Bagger zum Abräumen des Bodens war schon bestellt, aber am Tag nach der Rodung ist dies vom Bürgermeister wieder abgesagt worden.

Auf meine Nachfrage nach der Genehmigung dieser Aktion teilte er mir schriftlich mit, das sei so mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes abgestimmt worden, damit Anfang September Archäologen das Gelände auf mögliche Funde aus der Geschichte Frickenhausens untersuchen könnten.

Die Behauptung des Bürgermeisters, die Maßnahme zum jetzigen Zeitpunkt sei mit dem Landratsamt abgestimmt, trifft nicht zu. Dies wurde vom Landratsamt Esslingen, dem Ersten Landesbeamten Matthias Berg, schriftlich bestätigt. Wäre auch sehr verwunderlich, denn das Landesnaturschutzgesetz, das das Fällen von Bäumen bis Ende September verbietet, gilt für den Landkreis Esslingen ebenso wie für die Gemeinde Frickenhausen.

Die Archäologen kommen Anfang September, da hätte es zum Roden noch genug Zeit gehabt. Da wäre dann auch das vom Landratsamt geforderte ökologische Gutachten auf dem Tisch gelegen, das zurzeit mündlich (so der Bürgermeister) vorliegt. Warum will Bürgermeister Kuhn mit aller Macht mit dem Kopf durch die Wand? Wo es doch mindestens einen alternativen besseren Standort für das Pflegeheim gibt ohne massive Geldverluste für die Gemeinde, ohne Parksuchverkehr auf dem Schulweg unserer Kinder, ohne Verlust des ortsbildprägenden „Ochsen“.

Leserbriefe

Großer Forst und die Wahlen

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Artikel „Neuer Bauabschnitt sorgt für neuen Stau“ vom 21. Mai. „. . . zwischen Bahnhof und Nordtangente ging heute gar nichts mehr“. Man Stelle sich vor, Hugo Boss hätte doch auf dem Großen Forst gebaut und seine LKW-Flotte quält sich zusätzlich durch den Stau über…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe