Leserbriefe

Waldkindergarten wäre Bereicherung

01.03.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Frank Heibl, Nürtingen. Zum Artikel „Die Leute sind unglaublich sauer“ vom 23. Februar. Wenn man den Artikel liest könnte man glauben, in Aichtal-Neuenhaus sollte ein Atommülllager ohne Wissen der Anwohner errichtet werden. Menschen stellen sich dramatisch den einrückenden Forstmaschinen entgegen. Tatsächlich geht es um einen Waldkindergarten mit maximal 20 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren, die von 7.30 bis 13.30 Uhr von Erzieherinnen betreut werden sollen. Dabei halten sich die Kinder nur morgens und mittags überhaupt an diesem jetzt leider umstrittenen Platz auf. Die meiste Zeit verbringen sie im Wald. Deshalb heißt er Waldkindergarten.

Es wird kein Gebäude an diesem Platz errichtet. Es werden keine Ressourcen verbraucht. Es soll dort nur ein Bauwagen aufgestellt werden. Eifrige Menschen haben in den letzten Tagen ein Schild an besagtem Ort aufgestellt: „Grünschnittsammelstelle“. Vielleicht um zu zeigen, dass sie selbst einen Komposthaufen angenehmer finden als einen Kindergarten? Wofür steht eigentlich ein Waldkindergarten? Er steht für Achtsamkeit, für Verantwortung und für das Leben im Einklang mit der Natur. Dies schließt selbstverständlich die Rücksicht gegenüber den Mitmenschen ein. Wäre ein Waldkindergarten in diesem Sinne nicht eine Bereicherung für Aichtal-Neuenhaus?

Und die Bäume? Das geschickt aufgenommene Foto suggeriert eine „Schneise des Schreckens“, die es so gar nicht gibt. Zehn kranke Bäume wurden gefällt. Beim nächsten Sturm freuen sich Anwohner und Besucher des Waldes über die Vorsorge des Försters, weil ihre Gebäude und Fahrzeuge von umstürzenden Bäumen verschont wurden und niemand zu Schaden gekommen ist.

Leserbriefe

Jeder darf seine Meinung äußern

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Respekt gehört zur Demokratie“ vom 7. März. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen von Demokratie. Leider ist dem nicht so, wie sich Herr Reinhardt Demokratie vorstellt. Sonst hätten die vielen, die im Kampf für die Demokratie alles einsetzten,…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe