Leserbriefe

Wahre Lehre statt Zeitgeistreligion

06.04.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Andreas Schwickert, Beuren. Zum Artikel „Der Schatten des Skandals“ vom 21. März. Beim Lesen dieses Artikels bin ich über ein paar Ungereimtheiten gestolpert. Die Studie der Uni Ulm schließt aus 2500 Befragten auf 114 000 Betroffene Missbrauchte durch katholische Kleriker, dies scheint mir sehr fragwürdig. Der Rechtswissenschaftler und Kriminologe Rössner spricht sogar von schweren Straftaten, die zum einen von der Diözese nicht angezeigt wurden, zum anderen waren die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zu unkonkret.

Von Vertuschung kann somit doch keine Rede sein. Nach Lehre der katholischen Kirche ist jeder einzelne Fall von sexuellem Missbrauch in jedweder Form sowohl bei Klerikern als auch bei Laien ein schweres Fehlverhalten, aber auch Falschaussagen und üble Nachrede verstoßen gegen die Gebote Gottes und sind somit Sünde. So frage ich mich, was Kardinal Marx und auch Dekan Magino mit der Veränderung der katholischen Sexuallehre meinen?

Schaffen wir die einschlägigen Gebote ab und nehmen das fünfte Gebot auch dazu, da wir ja jährlich mindestens 100 000 Ungeborene töten lassen?! Gebote, die Gott dem Volke Israel vor mehr als 3000 Jahren als Richtschnur zur glücklichen Lebensführung durch Mose verkündigen ließ, die in Jesus Christus in seiner Kirche bis zum heutigen Tag Gültigkeit haben.

Leider vergessen die verantwortlichen Bischöfe, Priester, Diakone und pastoralen Mitarbeiter in ihrer Verkündigung, auf diese moralischen Verpflichtungen jedes Getauften hinzuweisen und auch ihr eigenes Leben danach auszurichten. Wir benötigen keine Hinterfragung der Sexuallehre, die Lehre der Kirche darüber ist gut. Nur sollte diese gute Lehre nicht als Gesetz und Verbot, sondern uns als wertvolle Hilfe, wie Sexualität gelebt werden kann, auch verkündet werden. Die grundsätzliche Frage jedoch ist, kann man einer Glaubenskrise durch Reformen im Bereich der Sexualmoral, durch Abschaffung des Zölibates oder der Frauenordination wirksam entgegentreten? Bedarf es nicht vielmehr einer Glaubenserneuerung durch Umkehr und durch klare Verkündigungen und nicht durch Anpassung an den Zeitgeist?! Die biblische Botschaft, die uns Jesus Christus verkündet und vorgelebt hat, ist keine Botschaft der Beliebigkeit sondern die Botschaft der Wahrheit, die es gilt in unserem Leben zu verwirklichen.

Leserbriefe

Der Abstand zu den Windkraftanlagen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Standorte in der Region vom Winde verweht“ vom 14. Juni. Wenn man den BW-Windatlas 2019 einmal anschaut, stellt man fest, dass darin für die betrachteten Windhöffigkeiten die maximale Nabenhöhe der Windkraftanlagen von 160 Meter auf 200 Meter angehoben…

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