Leserbriefe

Viele Bäume entfernt – Bär steppt noch nicht

16.06.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Leserbrief „Ringen um eine attraktive Innenstadt“ vom 13. Juni. Was möchte die CDU wirklich? Zur Finanzierung des Ausbaus Einsparungen im Schulwesen, um auch die jungen Bürger länger für dumm verkaufen zu können? Beim Ausbau des Schillerplatzes sollen alte Bäume gefällt werden – zugunsten einer besseren Aufenthaltsqualität (siehe auch Bericht vom 22. Juli 2017)?

Gerade in einer Zeit, wo das Wetter immer häufiger verrückt spielt, es einerseits immer heftiger regnet, andererseits im Sommer auch sehr heiße Sonnentage zu erwarten sind, sollen Regenwasser auffangende, Sauerstoff und Schatten spendende Bäume zugunsten einer besseren Sicht auf die Kirche geopfert werden? Solch eine Denkweise hat uns auch schon Probleme bei der Neugestaltung des Stadthallenvorplatzes geschaffen. Eine freie Sicht zwischen Stadthalle und Fußgängerzone verhindert das Aufstellen einer Rutsche oder/und einer Schaukel auf dem Spielplatz. Was für ein Irrsinn. Es wurden auch viele Sträucher und Bäume an der Stadthalle entfernt, um mehr Platz für Veranstaltungen zu schaffen.

Dort sollte ja demnach seit Langem der Bär toben. Ähnliche Fehler wurden auch in der Alleenstraße gemacht. Alte Kastanien gefällt, die neuen, nachgepflanzten Bäume bilden nach nun 18 Jahren noch immer nicht annähernd das Bild wie damals. Auch die damals geplante Erweiterung der Innenstadt mit Belebung der Alleenstraße – auch hier sollte demnach inzwischen der Bär toben. Tut er aber nicht, und wird er auch in den nächsten Jahren nicht.

Das Problem Schillerplatz sehe ich an anderer Stelle: Langweilige Schaufenster und Läden! Neben zwei Brillenläden, einem Hörakustiker, einer Bank und einem Versicherungsbüro gibt es gerade mal zwei Modeläden und ein Restaurant (wo man sich von dem Schaufensterbummelstress erholen kann). Eine weitere kleine „Attraktivität“ wurde vor ein paar Jahren geschlossen – das kleine Brezelhäuschen an der Bushaltestelle. Damals war die Belebung des Schillerplatzes noch etwas besser.

Dass man den Ausbau der Fußgängerzone nicht vernachlässigen sollte – da stimme ich zu. Vielleicht könnte man einen Kompromiss eingehen – zunächst bis an den Schillerplatz heran, den Platz selbst aber erst, nachdem wir einen neuen OB und Gemeinderat gewählt haben. Vielleicht finden sich bis dahin neue Denkweisen.

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