Leserbriefe

Vertrauensbeweis sieht anders aus

12.10.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bruno Bienzle, NT-Zizishausen. Wenn drei von fünf Nürtingerinnen und Nürtingern, die am Sonntag ihre Stimme abgegeben haben, dem Amtsinhaber die kalte Schulter zeigen und mehrheitlich für Personen votieren, denen der Malus fehlender Verwaltungserfahrung anhaftet, so drückt sich darin der klare Wunsch nach einem Neubeginn aus. Umso erstaunlicher die Einschätzung von Noch-OB Heirich, knapp 40 Prozent als eine „gute Basis für einen zweiten Wahlgang“ zu betrachten. Ein Vertrauensbeweis sieht anders aus. Eher erscheint dieses Abschneiden als deutliches Indiz dafür, dass der dem Wahlsieger vor acht Jahren gewährte Vertrauensvorschuss (der bei der Kreistagswahl 2004 noch bestätigt, fünf Jahre später aber regelrecht widerrufen worden war) aufgebraucht ist. Wenn diese Vorbehalte vieler Bürger sich in einer stattlichen Zahl von Stimmen für die erst seit wenigen Monaten amtierende Bürgermeisterin Claudia Grau niederschlagen, lässt sich dies durchaus als Signal für eine notwendige Erneuerung und zugleich als Ausweg aus einer unbefriedigenden Situation interpretieren.

Viele Bürger sind offensichtlich des Taktierens von Verwaltungsspitze und wechselnden Mehrheiten im Gemeinderat leid und sehnen sich nach Gestaltung und transparenter Stadtpolitik. Gründe für diese für Nürtingens Zukunft problematische Situation und Beispiele für die Defizite Heirichs sind in jüngster Zeit von engagierten Bürgerinnen und Bürgern wie Barbara Dürr, Julia Rieger, Hellmut Kuby, Pit Lohse, Klaus Nägele, Manfred Speidel und anderen Leserbriefschreibern belegt worden und brauchen deshalb hier nicht wiederholt zu werden. Es hätte Otmar Heirich wohl angestanden, unserer Stadt einen letzten Dienst zu erweisen und mit einem geordneten Rückzug den Weg für eine Kandidatur seiner Stellvertreterin freizumachen. Schade, dass er diese Chance nicht genutzt hat.

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