Leserbriefe

Verkehrsprobleme

10.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Raimund Popp, Nürtingen. Demnächst ist die Bürgeranhörung zum Verkehrskonzept Nürtingen. Darin sind die Südumgehung und die Nordtangente eingezeichnet. Doch im Konzept ist keine innerstädtische Entlastung vom Durchgangsverkehr eingezeichnet. Vor allem im Gebiet von der Neuffener Straße bis zum Säer ist der Plan quasi ohne Änderung. Man hat ja den Nord-Ring in den letzten 40 Jahren nie geschlossen. Jetzt will man ihn nicht mehr schließen. Doch wenn im Norden schon keine Entlastung kommt und die Süd-Umfahrung als große Lösung eingezeichnet ist, dann muss man auch Maßnahmen anbieten, um den Verkehr nicht nur in Gedanken auf die Südwest-Route zu führen. Durch die Nordumgehung Säer wird schon ein Teil entlastet.

Wichtig ist es, dass man jetzt auch versucht, den innerstädtischen Durchgangsverkehr auf die Südwestroute zu verlagern. Das Problem entsteht schon in der Innenstadt. Man sollte die Neuffener Straße nach außen auf die Gerberstraße verlagern, durchgehend vom Stadteingang bis vor zur Unterführung in der Steinengrabenstraße. Dadurch wird der Verkehr näher an die Südtangente angebunden. Vor allem würden dann Tausende von Haushalten entlang der vorderen Braike von einer jahrzehntelangen Last befreit. Warum kann das nicht gemacht werden? Durch diese Verlagerung wird aber auch der Nordosten entlastet.

Wollen die Bewohner links und rechts der Neuffener Straße zusehen, wie sie die nächsten 20 Jahre weiter belastet werden, während daneben eine hierfür vorgesehene Straße leer bleibt? Zudem schlage ich vor, den Verkehr durch Richtungsabschnitte zu verbessern. Nürtingen könnte hier ein Vorbild sein: wenn man Richtungsabschnitte (Einbahnstraßen mit der Länge von zwei bis drei Querstraßen) in der Rümelinstraße, der Kirchheimer Straße und der Werastraße sowie der Plochinger Straße einbaut, dann bleibt die innere Freiheit erhalten, da man noch den größten Teil vor und zurück fahren kann, aber der Durchgangsverkehr wird um mehr als 30 Prozent gesenkt. Durch dieses Konzept könnte auch vor dem Amtsgericht und vor dem Technischen Rathaus ein Kreisverkehr eingebaut werden, der die Fließbewegung erhöht. Diese Maßnahmen kosten kaum Geld, bringen aber mehrfache Entlastung. Ich habe diesen Plan bei der Stadt eingereicht, doch es wird schon auch an den Bürgern liegen, sich für die eigene Stadt einzusetzen. Indem die Bundes- und Kreisstraßen nach außen gelegt werden, wird sogar mit den Navigationsgeräten die Außenroute als schnellere Verbindung geführt.

Leserbriefe

Wird Ausgrenzung salonfähig?

Simon Kromer, Wendlingen. Zum Artikel „Der Sport darf sich nicht missbrauchen lassen“ vom 13. Mai. Die AFD ist mit Sicherheit eine streitbare Partei, was regelmäßige Eskapaden an ihrem politischen Rand immer wieder zeigen. Doch Herr Ernle hat weder in der Berichterstattung über ihn noch in dem…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe