Leserbriefe

Verhalten finde ich beschämend

12.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rainer Braun, Wendlingen. Zum Artikel „Verwaltung weist pauschale Kritik zurück“ vom 9. Mai. Beschämt habe ich diesen Bericht von Christa Ansel zur Kenntnis genommen. Beschämt nicht etwa wegen dessen Inhalt, über den sich gewiss streiten lässt, sondern vielmehr über die Art und Weise, wie manche „Herrschaften“ dieses doch so „hohe Ehrenamt“ des Stadtrats auszufüllen pflegen. Als stolzer Bürger dieser Stadt ist es mir peinlich, darin zu lesen, dass ein Stadtrat namens Kinkelin zu seiner Verwaltung sagt: „Mir kommen die Tränen, wenn ich höre, wer hier alles überlastet ist.“ Auch wenn dieser Satz ironisch gemeint war, frage ich mich ernsthaft, wem er von Nutzen sein soll. Auf diesem Niveau lässt sich auf jeden Fall keine Politik machen. Solche Aussagen sind respektlos, entwürdigend und demotivierend. Bei meinen eigenen Kindern würde ein solches Fehlverhalten Konsequenzen nach sich ziehen. Denn nichts scheint mir in der heutigen Zeit wichtiger zu sein, als die Bedeutung von „Werten“ und „Würde“ hervorzuheben.

Herr Kinkelin sollte als Stadtrat Vorbild für unsere Kinder sein. Ich habe nach wie vor großen Respekt vor allen Menschen, die sich ehrenamtlich für das Allgemeinwohl einsetzen und hingeben. Doch sollte sich auch jeder, der ein solches Amt besetzt, seiner Verantwortung der Gemeinschaft gegenüber bewusst sein. Es ist daher sinnvoll, sich hin und wieder zu fragen, ob man noch genügend Motivation und Kraft besitzt, um dieser Verantwortung gerecht werden zu können. Im Fall von Herrn Kinkelin scheint es angebracht zu sein, dass er sich dieser Frage stellen sollte, bevor er der Stadt noch mehr Schaden zufügt. Seiner Ironie kann entnommen werden, dass das Vertrauensverhältnis zur Verwaltung gestört ist. Auf diesem Fundament lässt sich keine fruchtbare Politik für unsere Stadt gestalten. Ich bin kein politisch denkender Mensch. Auch sehe ich meine Aufgabe nicht darin, irgendwelche Mitmenschen zum Niederlegen ihrer Ämter zu bewegen. Mir geht es einzig und allein um das Wohl dieser Stadt, in der ich lebe. Und dieses Wohl scheint mir durch „amtsmüde Bürgervertreter“ gefährdet zu sein.

Leserbriefe

Senioren beim Maientag

Horst Packmohr, Nürtingen. Bisher war die Freude der Mitglieder des Seniorenkreises Brückenschlag aus Nürtingen-Roßdorf auf den Seniorennachmittag beim Maientag immer sehr groß. Doch dieses Jahr machte sich Enttäuschung breit. Es begann schon damit, dass zwei zentrale Seniorenveranstaltungen auf…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe