Leserbriefe

Unterstützung blieb aus

21.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ute Struch, NT-Hardt. Zum Artikel „Eine dramatische Zunahme der Unwetter“ vom 9. März. Wir sind vom Unwetter im Juni 2008 in Hardt betroffene Bewohner. Die sintflutartigen Regenfälle setzten unsere Wohnung trotz Rückstauklappen 40 Zentimeter unter Wasser und richteten damit einen Totalschaden an, sodass wir ausziehen mussten. Nach nun acht Monaten intensiver Renovierungsarbeiten konnten wir jetzt unsere Wohnung wieder beziehen und möchten uns auf diesem Wege bei unseren Familien, Freunden, Bekannten und all denjenigen bedanken, die uns in dieser Zeit auf vielfältige Art und Weise geholfen, unterstützt und uns Mut gemacht haben.

Was uns jedoch enttäuschte, war die Haltung der Verantwortlichen der Stadtverwaltung Nürtingen. Auf der Hauptversammlung der Feuerwehr Nürtingen bedankte sich OB Heirich für deren Einsatz und es wurde darüber informiert, dass allein aus dem Stadtteil Hardt an diesem Junitag 60 Notrufe bei der Feuerwehr eingingen. Wir baten in dieser Notlage sowohl bei der Ortsverwaltung Hardt als auch bei der Stadtverwaltung Nürtingen um Hilfe. In Hardt bot uns Ortsvorsteher Knapp eine zweitägige Unterkunft in einem Obdachlosenheim an. In Nürtingen bekamen wir zunächst die Antwort von der Vorzimmerdame, „von einem Unwetter in Hardt sei nichts bekannt“! In der Antwort von OB Heirich auf unser Schreiben heißt es dann: „Aus unserer Sicht ist kein Notstand flächendeckend eingetreten, vielmehr handelt es sich eher um Einzelfälle“.

Ein Wohnungsangebot oder andere Hilfeleistungen konnten uns nicht gemacht werden. In Wolfschlugen dagegen wurde den Betroffenen des Unwetters auf unbürokratische, bürgerfreundliche Art sofort geholfen, unter anderem gab es städtische Wohnungen und die Geschädigten konnten ihre vom Unwetter zerstörten Einrichtungsgegenstände zur kostenlosen Sperrmüllabholung auf die Straße stellen. Solch ein Verhalten hätten wir von einer Stadtverwaltung, die mit ihrer Bürgerfreundlichkeit überall wirbt, auch gewünscht!

Leserbriefe

Schüler konzentrieren sich aufs Wesentliche

Laura Deigner, Wendlingen. Zum Artikel „Schüler haben Angst um ihre Zukunft“ vom 16. März. So viele junge Menschen wie bisher noch nie gingen am Freitag, 15. März weltweit zu den „Fridays for Future“-Demonstrationen. Die junge Generation beginnt ihr Recht auf eine nicht nur lebenswerte, sondern…

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