Leserbriefe

Unglaublicher Vorgang

04.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Monika Weber-Gerrards, Frickenhausen. Vor einiger Zeit hat die Nürtinger Tafel dringend ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht. Ich habe mich dort beworben und es wurde auch gleich der erste Arbeits-/Einsatztag vereinbart. Zu meiner Frage bezüglich eines Parkplatzes wurde mir von der Marktleiterin gesagt, dass ich selbstverständlich hinter dem Haus parken könne. Auch wenn ich jemand zuparken würde, wäre man ja im Haus erreichbar und so weit flexibel, dass man kurzfristig wegfahren könne (es hat nur sehr wenige Parkplätze und eine Auslademöglichkeit für die anliefernden Fahrzeuge muss natürlich immer vorhanden sein). So fuhr ich also voller Arbeitseifer zu meinem ersten Einsatz. Da alle Parkplätze belegt waren und ich die Auslademöglichkeit beziehungsweise Garage freilassen wollte, parkte ich also hinter dem erstbesten Fahrzeug. Einige auf der Treppe sitzende und qualmende Damen beobachteten mich sehr missmutig. Als ich dann aus meinem Fahrzeug ausstieg, wurde ich von einer dieser Damen in einem derart bösartigen und lauten Ton darauf hingewiesen, dass ich hier nicht parken dürfe, dass mir mein Arbeitseifer gleich verging. Auf meine Antwort, ich wolle ja eigentlich nur hier arbeiten (wohlgemerkt ehrenamtlich) und sie könne durchaus ganz normal mit mir sprechen, wurde ich trotzdem weiterhin lauthals angemacht und außerdem würde sie normal mit mir sprechen!. Ein Kollege von ihr hat dann noch versucht, die Situation irgendwie zu retten, und begrüßte mich mit den Worten Willkommen bei der Nürtinger Tafel, mir war allerdings das Interesse an der Mitarbeit zwischenzeitlich vergangen. Trotzdem, danke an den netten und menschlichen Kollegen! Ich habe dann den Parkplatz wunschgemäß sofort freigemacht und bin wieder nach Hause gefahren. Ich frage mich natürlich schon, wie geht eine solche Person mit wirklich hilfsbedürftigen Menschen um? Mich haben in der Vergangenheit nur einige Schicksalsschläge getroffen und daher bin ich sehr sensibel, aber Gott sei Dank nicht auf die Nürtinger Tafel angewiesen und außerdem habe ich ja nur mit ehrenamtlicher Arbeit gedroht. Auch wenn zu diesem Vorgang noch eine Entschuldigung der Marktleiterin kam, finde ich, es wäre gut zu prüfen, ob Leute aus Überzeugung, aus Langeweile oder nur aus schlechtem Gewissen bei einer sozialen Einrichtung arbeiten. Meines Erachtens darf derartiges unter dem Deckmantel Kirche nicht passieren.

Leserbriefe

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