Leserbriefe

Unfallstatistik anschauen

31.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ralf Epple, Kohlberg, Initiative Cycleride. Zum Artikel Es bleibt bei der konventionellen Lösung vom 26. Juli. Es ist interessant, aber auch schockierend, wie in unserem Land teilweise Verkehrspolitik gemacht wird. Jetzt hat man tatsächlich mal mit der Variante 1a einen echten 1a-Vorschlag, bei dem wirklich jeder Verkehrsteilnehmer optimal berücksichtigt wird und sogar Radstreifen in der vorgeschriebenen Breite angedacht sind, dann bringen die Jungen Bürger (ausgerechnet) Vorschläge, die sich nur nach den optischen Vorzügen zu orientieren scheinen.

Klar ist eine Art Promenade à la Nizza im Hinblick auf die Stadt am Fluss chic, aber an so etwas auf Kosten der Verkehrssicherheit zu denken ist der falsche Weg. Matthias Hiller war wohl nicht dabei, als mir auf der letztjährigen Podiumsdiskussion in Nürtingens K3N Herr Tiefensee persönlich bestätigte, dass selbst dem Bund bekannt sei, dass Radstreifen sicherer sind als Bordsteinradwege. Hiller kann gar keine Auffassung vertreten, Letztere seien sicherer, schon gar nicht in Kombination mit Gehwegen. Er muss sich nur mal die Unfallstatistiken ansehen, die eine ganz eindeutige Sprache zuungunsten solcher Verkehrslösungen sprechen.

Zum Glück gibt es Gabriele Städele, die hier offensichtlich besser informiert ist. Ihr liegt die Verkehrssicherheit anscheinend sehr am Herzen und sie scheint auch die Paragrafen der StVO und deren Verwaltungsvorschriften zu kennen. Solche Personen fehlen leider in vielen Gemeinderäten. Nürtingen hat hier und jetzt eine echte Chance, Verkehrssicherheit und zügigen Verkehrsfluss zu kombinieren, denn der momentane Zustand ist nicht nur inakzeptabel, sondern sogar illegal.

Leserbriefe

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