Leserbriefe

Umwelthilfe ist im Einsatz für den Bürger

04.05.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Kommentar „Schummelei“ vom 10. April. Markus Grabitz schreibt in seinem Kommentar über die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unter anderem (Zitat): „Sie bestreitet einen Großteil ihres rund Acht-Millionen-Euro-Jahresetats mit staatlichen Zuschüssen“. Eine sehr erfreuliche Nachricht, dass auch unser Staat dieser kleinen Organisation hilft, so nachhaltig und erfolgreich für den Umweltschutz und die Gesundheit der Menschen im Diesel-Skandal zu kämpfen, dass endlich im Februar 2018 das Bundesverwaltungsgericht Leipzig das wegweisende Urteil gesprochen hat: „Bundesrichter erlauben Diesel-Fahrverbote“.

Damit ist klar und verbindlich Recht gesprochen – auch für die Politik in Baden-Württemberg und Stuttgart. Aber: Ohne Fahrverbot können Diesel weiterbenutzt werden, wenn entsprechende Hardware-Nachrüstung erfolgt, die jetzt auch vom ADAC getestet wurde und bei Verkehrsminister Hermann zur Prüfung ansteht. Die Kfz-Branche steht bereit, Dieselfahrzeuge nachzurüsten. Die Kosten betragen circa 1500 bis 3000 Euro. Darüber steht aber leider gar nichts in dem „Schummelei“-Kommentar.

Es wird auch nicht erwähnt, dass die Auto-Hersteller als Verursacher der fehlerhaften Dieselmotoren die Kostenübernahme zur Nachbesserung einfach ablehnen und deshalb die folgsamen GroKo-Politiker unter gewohnter Führung von Angela Merkel schon wieder den Steuerzahler bluten lassen wollen.

Es geht um circa zehn Milliarden Euro. So was verteilt VW mal eben als Profit 2017 an seine reichen Aktionäre. Solange diese Zig-Milliarden-„Schummeleien“ von unserer Politik weiter gefördert werden, sollte auch Volker Grabitz froh sein, dass mit wenigen Milliönchen Steuergeld kleine Organisationen wie die Deutsche Umwelthilfe wertvolle und wichtige Aufgaben mit so viel Erfolg für alle Menschen übernehmen.

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