Leserbriefe

Übler Nachgeschmack

12.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Siegfried Pfeil, Neckartailfingen. Zum Artikel „Althaus nach Blitzurteil vorbestraft“ vom 5. März. Für wie dumm halten uns eigentlich die Politiker, ihre hohen Zuarbeiter in den Ministerien und die Verantwortlichen in den Parteizentralen? Da wird der Ministerpräsident eines Bundeslandes am 1. Januar in einen tödlichen Unfall verwickelt, und ich bin davon überzeugt, dass ab diesem Zeitpunkt von Staatskanzlei, Parteizentrale und Justiz paktiert und taktiert wurde.

Ich für meine Person bezweifele, dass der Herr Ministerpräsident über Wochen hinaus auf Grund seines Gesundheitszustandes nicht vernehmungsfähig war. Vielmehr sollte wohl durch diese Taktik die Öffentlichkeit so wenig wie möglich einbezogen werden. Leider muss ich mangels medizinischem Wissen den Aussagen der behandelnden Ärzte Glauben schenken, aber überzeugt bin ich davon nicht.

Nach der absolut überraschend und im Vorfeld von der Öffentlichkeit unbemerkt anberaumten Gerichtsverhandlung mit Schnellurteil war der Gerichtssprecher schnell mit einem Dementi parat, kein Gefälligkeitsurteil gefällt zu haben, 180 Tagessätze zu 185 Euro – ja was ist das denn sonst? Wenn 180 Tagessätze beim Eintrag ins Bundeszentralregister (BZGR) auf 90 halbiert werden, eine Vorstrafe erst mit 91 Tagessätzen im polizeilichen Führungszeugnis auftaucht und der Vorstrafeneintrag aus dem BZGR nicht offenbart werden muss – welchen üblen Nachgeschmack hinterlässt dieses Urteil denn sonst? Wenn man so weiter macht, muss man sich nicht wundern, wenn Politik(er)verdrossenheit weiter steigt und Demokratiebewusstsein sinkt.

Leserbriefe

Den Geschädigten Kraft wünschen

Erhard Springer, Wendlingen. Zum Artikel „Er sagte, ich solle keine Angst haben“ vom 12. April. Danke Matthäus Klemke und der Nürtinger Zeitung für die Veröffentlichung der schockierenden Geschichte zu einem weiteren mutmaßlichen Missbrauchsskandal sowie dessen zeitverzögerter Verfolgung durch…

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