Leserbriefe

Trauriger Abschied von Kollegen

18.01.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karin Katzer, Großbettlingen. Abschied von liebgewonnenen, menschlich wertvollen Metabo-Kolleginnen und Kollegen: In zwei Mitarbeiterversammlungen sowie in der Presse wurde uns Metabo-Arbeitnehmern erläutert, dass sich die Firma strukturell und organisatorisch verändern muss. Es gibt sonst keine Überlebenschance für die Firma. Es müssen Einschnitte gemacht werden. Das Personal muss den Gegebenheiten angepasst werden. In zwei Etappen trennte sich die Firma von knapp 100 Kollegen, einmal Ende Herbst 2009 und das zweite Mal noch vor den Weihnachtsfeiertagen. Doch keiner von uns hat damit gerechnet, dass es ihn/sie selber trifft.

Wir haben in den letzten Wochen gestandene Männer gesehen, welche innerhalb von zwei Tagen gealtert sind. Mit rot umrandeten Augen und zitternden Händen ihre Arbeitsplätze geräumt und sichtbar um Fassung gerungen haben. Frauen, die sich wie ferngesteuert durch die Flure bewegt haben, bleich und mit verweinten Augen. Kolleginnen und Kollegen, welche sich von langjährigen Mitarbeitern, Vorgesetzten und Untergebenen verabschiedet haben und am nächsten Tag wieder zur Arbeit kamen – weil sie es einfach nicht verstanden haben, dass hier keine Arbeit mehr für sie da ist.

Ein Kollege hat es mit seiner Abschieds-Mail treffend beschrieben. Vollkommen in die Zukunftsprojekte mit eingebunden, trifft ihn die Kündigung unvorbereitet. Jung, dynamisch und in einer Berufssparte, wo er sicher schnell wieder etwas finden wird. Und doch hat er seine zweite Heimat/Familie verloren.

Seiner Aussage nach wäre sein Weltbild nicht nur ins Wanken geraten, sondern ohne seine Kolleginnen und Kollegen, welche Freunde wurden, komplett aus den Angeln gehoben worden.

Wird die Firma das Wort „Fürsorge“ über die Möglichkeit „Eintritt/Übergang Transfergesellschaft“ hinaus leben lassen und die Kollegen nicht alleine lassen?

Uns werden die Kollegen fehlen. Nicht nur als Teil unseres Arbeitsumfeldes. Die Kollegen benötigen ganz sicher starke Familienbande und Kraft schöpfende Freunde, und wir können nur hoffen, dass sie sich nicht unterkriegen lassen. Es muss doch bald wieder aufwärts gehen!

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