Leserbriefe

Sprechen und nicht Köpfe einschlagen

30.07.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Walter Stahli, Nürtingen. Zum Artikel „Nur zusammen“ vom 12. Juli. Siehe da, „Demokratie lebt von Toleranz . . .“! Das ist die nächste Überschrift des Kommentars. Einige Zeilen weiter kann der Leser erfahren, was übrigens viele schon wussten, dass die Hälfte der Deutschen den Islam als Bedrohung empfinden. Eine ziemlich pauschale Aussage, denn bekanntlich ist Islam nicht gleich Islam. Es gibt Sunniten, Schiiten, Ismaeliten, Wahhabiten, Aleviten und so weiter. Die sind zwar alle Muslime, aber sie sind verschieden. Problematisch sind nicht die Muslime, sondern die radikalen und nicht integrierbaren, wie zum Beispiel die Islamisten und Salafisten. Die Mehrheit der Morde und Vergewaltigungen der letzten Jahre geht auf deren Konto. Gleichzeitig habe ich noch niemals gehört, dass uns beispielsweise die Aleviten Probleme verursachen. Die kann man auch nicht durch ihr Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit von der Mehrheit unterscheiden. Andere schon.

Sonst bin ich auch dieser Meinung: „Die wachsende Zahl der Menschen muslimischen Glaubens wird Deutschland weiter verändern“. Hier stellt sich aber die Frage, in welche Richtung? Ferner verlangt der Autor mehr Toleranz von uns, scheinbar auch gegenüber den Intoleranten, denn das gehört auch zur Demokratie sowie (siehe da!) „steigende staatliche Ausgaben, mehr Kriminalität und Alltagskonflikte“.

Oder anders ausgedrückt, wer sich als guter Demokrat empfindet, soll künftig Steuererhöhungen sowie alle Vergewaltigungen und Morde im Namen der Demokratie in Kauf nehmen beziehungsweise stillschweigend dulden. Nein, Danke! Nach meinem Verständnis gehört das Stillschweigen zur Diktatur und die wachsende Kriminalität kann nur zur Anarchie führen. Ein Merkmal einer Demokratie ist ein funktionierendes Parlament. Das Wort kommt von „parlare“, also „sprechen“ beziehungsweise freie Äußerung der Meinungen in der Öffentlichkeit und nicht das Einschüchtern und Köpfeeinschlagen.

Leserbriefe

Für Diesel gibt es kein Steuerprivileg

Frank Eberhart, NT-Reudern. Zum Leserbrief „Kein Verständnis für Reaktion der Grünen“ vom 8. August. Leser Betz tadelt Herrn Kretschmann, weil er dem fortgesetzten Diesel-Bashing entgegentritt. Aus seiner Sicht gehört die „steuerliche Förderung“ des Diesels abgeschafft. Da kann man sich nur…

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