Leserbriefe

Populistische Argumentation

01.02.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Grenzwert ist viel zu niedrig angesetzt“ vom 29. Januar. Selten ist es mir in meiner politischen Arbeit begegnet, dass Menschen, die sich durch wissenschaftliche Arbeit einen akademischen Grad erworben haben, so unwissenschaftlich – fast schon populistisch – argumentieren.

Fangen wir einfach damit an, dass hier bewusst der Eindruck erweckt werden soll, dass wir Grünen in Stuttgart oder die grün geführte Landesregierung diese Grenzwerte willkürlich festgesetzt haben. Es handelt sich um EU-Grenzwerte. Sie basieren auf zahlreichen streng wissenschaftlichen Studien und Empfehlungen, die in Brüssel ausgewertet, ausgiebig diskutiert und dann festgelegt wurden. Dies übrigens unter Beteiligung der CDU-geführten Bundesregierung. Damit ist zu diesem haltlosen Vorwurf nun wirklich alles gesagt!

Die Grenzwerte mögen dem dieselfahrenden Menschen mit Wohnsitz im grünen Speckgürtel Stuttgarts zu niedrig vorkommen, zumal wenn er nur zwei- bis dreimal im Jahr mit seinem Diesel-SUV nach Stuttgart fährt, aber in Stuttgart wohnen eben auch Menschen, im Stadtbezirk Mitte rund 23 000. Daher gewährleistet der Grenzwert, dass sich alle Personen zu jeder Zeit an der Luft aufhalten können, ohne Gesundheitsgefahren durch NOx zu fürchten. Der rechtlich festgelegte Wert ist selbstverständlich auch einzuhalten. Zum genannten Autor der Wochenzeitung „ZEIT“ ist Folgendes bekannt: Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Alexander S. Kekulé ist Direktor des Instituts für medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle (Saale). Die Mikrobiologie beschäftigt sich mit den krankheitserregenden (pathogenen) Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Protozoen), damit ist dann zur Expertise des Genannten zum Thema Luftschadstoffe auch alles gesagt.

Zum Luftreinhalteplan für das Regierungspräsidium Stuttgart, auf dem das Fahrverbot für Diesel, deren Erstzulassung vor dem 1. Januar 2011 liegen muss, mithin also mindestens acht Jahre alt sind, basiert, sei noch gesagt, dass es hierbei um keinen grünen Parteitagsbeschluss handelt, aber das müsste eigentlich jedem Menschen per se klar sein!

Leserbriefe

Erfreulich – aber noch nicht genug

Elfriede Steckroth, Neckartailfingen. Zum Artikel „Tierschützer zahlen viel für Kastration“ vom 12. August. Eine erfreuliche Nachricht. Trotzdem, einige tun es nicht – ihr Tier kastrieren lassen. Mit fadenscheinigen Ausreden. Jeder verantwortungsvolle Tierbesitzer sollte eine Kastration…

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