Leserbriefe

Politik im Wandel – CDU und das Video

07.06.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Verzweiflung – Die CDU muss sich auf eine neue Lebenswirklichkeit einstellen“ vom 29. Mai. Die Kanzlerin Angela Merkel hat schon am 19. Juni 2013 bei einer Pressekonferenz mit dem US-Präsidenten Obama wegen der Überwachung durch den US-Geheimdienst NSA einen CDU-Klassiker geschaffen, der auch heute noch gilt: „Das Internet ist für uns alle Neuland“. Bei der Europa-Wahl 2019 wurde die CDU/CSU von dieser Wahrheit eingeholt und mit massiven Verlusten gestraft, weil im Internet der Youtuber Rezo ein 55-Minuten-Video veröffentlicht hat, das mittlerweile fast 14 Millionen Mal angeklickt wurde.

Nicht jeder Klick bedeutet auch Lesen, aber dieses Video mit dem Titel „Die Zerstörung der CDU“ hat die Partei CDU/CSU erschüttert. Die hilflosen Reaktionen der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, des Generalsekretärs Paul Ziemiak, des CDU-Jungstars Philipp Amthor und vieler anderer haben gezeigt, dass die ewige CDU-Kanzlerin Angela Merkel immer noch recht hat mit ihrem „Neuland“-Spruch von damals. Plötzlich wurde bei den Wahlanalysen klar, dass die ehemalige Volks-Partei CDU/CSU die Jugend verloren hat, weil sie in ihrem jahrzehntelangen neoliberalen Eifer alles für Gier und Geld getan hat, aber das Wichtigste vergessen wurde: die Erhaltung des einzigen Planeten!

Dafür aber ist die Jugend aufgestanden mit „Fridays for Future“ – weltweit und mit begeisterter Unterstützung aller anderen Menschen, die auch das Leben auf dieser Erde erhalten wollen. Die Wahlergebnisse zeigen, dass die Jugend schwarz sieht und grün wählt, weil die Farbe Grün immer noch für Natur und Leben steht. Damit hat die grüne Partei einen gewaltigen Vertrauensvorschuss erhalten, den sie hoffentlich besser rechtfertigt als 2011 in Stuttgart, wo die ehemals Grünen mit dem neuen Ministerpräsident Kretschmann sich sehr schnell zu einer Lobbygruppe der Autoindustrie entwickelten. Politik im Wandel – hoffentlich zum Guten für den gesamten Planeten.

Leserbriefe

Der Abstand zu den Windkraftanlagen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Standorte in der Region vom Winde verweht“ vom 14. Juni. Wenn man den BW-Windatlas 2019 einmal anschaut, stellt man fest, dass darin für die betrachteten Windhöffigkeiten die maximale Nabenhöhe der Windkraftanlagen von 160 Meter auf 200 Meter angehoben…

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