Leserbriefe

Nürtinger Trinkwasserpolitik

02.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Egon Eigenthaler, Nürtingen, REP-Regionalrat. Zum Artikel „Nürtinger Wasser fließt an Filderwasserverband“ vom 27. November. Wenn das Wasser aus Nürtinger Quellen künftig zur Filderwasserversorgung „bergauf“ fließen soll und auch die Oberensinger Kunden der Stadtwerke auf das gleiche weiche Wasser wie die bisher bevorzugten Verbraucher rechts des Neckars hoffen dürfen, bereitet uns die damit verbundene, totale Trinkwasserabhängigkeit von der Bodenseewasserversorgung trotzdem gewaltige Bauchschmerzen. Zumal durch die noch nicht bereinigten Cross-Border-Geschäfte sowohl die Bodensee- als auch die Landeswasserversorgung ihre Anlagen und Fernleitungen an die sogenannten „Heuschrecken“ verkauft und für 99 Jahre zurückgemietet haben, erweist sich die Nürtinger Wasserpolitik als äußerst fragwürdig. Man darf sich schon darüber wundern, dass, im Gegensatz zu den unendlichen Kommentaren zur Geschäftspolitik der Firma Boss, sich weder die üblichen „Neinsager“ im Gemeinderat noch die von ihnen dominierten sogenannten „Bürgerinitiativen“ kritisch dazu äußern, dass in den ähnlich riskanten Vertragswerken des Eigenbetriebs für die Wasserversorgung ihrer Stadt, zusätzlich zu den anderen Risiken einer zentralen Bodenseewasserversorgung, die CBL-Verträge weitere unnötige finanzielle und versorgungstechnische Probleme mit sich bringen. „Unnötige Probleme“ weil durch eine Modernisierung der Eigenversorgung, zum Beispiel mit einer Nanofilteranlage, auch das härtere, aber kostenlos verfügbare Wasser aus den eigenen Quellen den links des Neckars wohnenden Nürtingern, sogar in bester Bodenseequalität preiswert und mit weniger Versorgungsrisiko, geliefert werden könnte, wie es die Fildergemeinden jetzt bekommen werden.

Schon seit Jahren warnen wir Republikaner vor den unkalkulierbaren Gefahren einer totalen Zentralisierung bei der Trinkwasserversorgung auf Kosten der Sicherung eigener Quellen. Jetzt auch wieder im Regionalparlament mit dem Antrag zur Verhinderung der Auflösung bestehender Wasserschutzgebiete, wie das auch die Landesregierung anstrebt.

Leserbriefe

Wird Ausgrenzung salonfähig?

Simon Kromer, Wendlingen. Zum Artikel „Der Sport darf sich nicht missbrauchen lassen“ vom 13. Mai. Die AFD ist mit Sicherheit eine streitbare Partei, was regelmäßige Eskapaden an ihrem politischen Rand immer wieder zeigen. Doch Herr Ernle hat weder in der Berichterstattung über ihn noch in dem…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe