Leserbriefe

Nürtinger sind für einen Neuanfang

18.10.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Maier, NT-Neckarhausen. Zum Leserbrief „Frau Grau wird nachhaltig beschädigt“ vom 17. Oktober. Würde die Stadt Nürtingen mit Stadtverwaltung, Gemeinderat und OB einen normalen Job erbringen, so würde sich heute ein Gerangel pro oder contra Claudia Grau erübrigen. Ich denke, die Bürger haben viel zu lange brav vieles erduldet, was im Rathaus beschlossen wurde. Und jetzt, wenn es Bürgern wichtig erscheint, sich einzubringen in Entscheidungen von nachhaltiger Auswirkung für die Stadt, damit meine ich zum Beispiel die Bürgerinitiative „Wörthareal“, wird uns im Nachhinein klar: Verwaltung und Gemeinderat entscheiden darüber, und sonst niemand – Basta! Trotz Rundem Tisch.

Angefangen hat sicher alles mit dem Alleingang von Herrn OB Heirich mit der gewollten Bebauung des „Großen Forst“. Doch warum jetzt ein Aufschrei durch Nürtingen geht, ist die chaotisch anmutende Politik im Rathaus mit respektlosem Umgang untereinander. Jede Person, die in letzter Zeit eine Gemeinderatssitzung verfolgt hat, muss geschockt sein über den Umgangston dort. Grundlegende Umgangsformen werden permanent verletzt. Nur durch Veränderung oder Erneuerung kann dieser Zustand behoben werden. Ich glaube an die Kompetenz unseres OB Heirich, aber ich glaube nicht mehr daran, dass es wieder unter seiner Regie einen kultivierten und konstruktiven Umgang zwischen Stadtverwaltung, Gemeinderat und Bürgern geben wird.

Hätten nun die verschiedenen Fraktionen des Gemeinderats ihre Aufgabe erfüllt und Wahlkandidaten auf Augenhöhe mit OB Heirich präsentiert, dann müssten wir ebenfalls nicht über Claudia Grau sprechen. Das war leider nicht der Fall und die Nürtinger, die noch zur Wahl gehen, nehmen auch die Wahl ernst. Für mein Verständnis heißt das, dass es am Sonntag letztlich keine Alternative zu Herrn Heirich gibt, außer man zieht Bürgermeisterin Claudia Grau in Betracht. Frau Claudia Grau verhält sich genau so, wie es sich gehört in dieser außergewöhnlichen Situation, loyal und absolut passiv! Das zeugt von Charakter. Doch sollte es am Wahlsonntag tatsächlich dazu kommen, dass Frau Grau die Mehrheit der Stimmen erhält, so haben sich die Nürtinger entschieden für einen Neuanfang und das ist Demokratie und sollte von jedem akzeptiert werden.

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