Leserbriefe

Nürtingen muss besser werden

26.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Christian Bürk, NT-Neckarhausen. Nürtingen nutzt leider nicht die vielen Möglichkeiten konsequent, um auf seine Einwohner und die Besucher, die man mit allerlei Ideenreichtum anlocken will, positiv auszustrahlen. Einige Beispiele: Erstens Einzelhandel: Den Vogel schoss kürzlich ein Geschäftsinhaber höchstpersönlich ab. Er verstand es nicht, mir einen hochwertigen Elektronikartikel aus dem Sortiment eines namhaften Herstellers zu besorgen, mich zu benachrichtigen, wenn er eintrifft, und dann auch zu verkaufen. Eigentlich ein Kinderspiel. Hier nicht. Drei (!) persönliche Besuche in seinem Fachgeschäft haben dies nicht vermocht, was anderen so selbstverständlich gelingt. Ein anderer Händler aus Nürtingen bestellte mir vor zwei Jahren zwar einmal willig etwas aus einem ähnlichen Produktbereich, aber leider das falsche (teurere) Modell, und war dann tief beleidigt, als ich es nicht nahm, anstatt einfach seinen Fehler auszubügeln.

Zweitens Gastronomie: Es war schon schwieriger hier in Nürtingen, aber: Warum bekommt man in Nürtingen sonntags um 14.30 Uhr so schwer ein Mittagessen für vier Personen? Warum hat das Hauptcafé am Ochsenbrunnen am Sonntagnachmittag zu? Warum sind in Nürtingens wunderschöner Altstadt immer so wenige junge Leute? Wo sind die vielen Studenten am Wochenende?

Drittens Infrastruktur: Wer schnelle Datenübertragung braucht und hier in Neckarhausen sein Büro hat, ist selber schuld. Grund: als DSL-Kunde bekommt man hier die mieseste DSL-Datenrate, die es überhaupt gibt. Jede Datenübertragung dauert 16-mal (!) so lang wie in Stuttgart oder Esslingen, aber man muss den gleichen Preis für diese schlechte Leistung zahlen. Als Internetnutzer fühlt man sich in Neckarhausen deswegen nicht wie an einer Daten-Autobahn, sondern wie auf einem Feldweg.

Apropos Feldweg: Ein Trauerspiel ist auch der sogenannte „Jubiläumswanderweg“ im Landschaftsschutzgebiet oberhalb von Neckarhausen, 1998 zum 100-jährigen Bestehen des SAV feierlich eröffnet. In den letzten elf Jahren war er bestenfalls zwei Jahre objektiv in Ordnung und neun Jahre „unter aller Kanone“. Kann man diesen Weg mit seinem außergewöhnlich schönen und breiten Albpanorama nicht einmal so herrichten, dass er nicht schon nach kürzester Zeit aussieht wie die Mondoberfläche?

Leserbriefe

Warum wurde Freibad nicht früher geöffnet?

Friedhelm Horn, Rotenburg. Zum Artikel „Freibad öffnet Montag“ vom 10. Mai. Der Liebe wegen bin ich fast jedes Wochenende in Nürtingen. Ich bin passionierter Schwimmer und bin von der Qualität des Hallenbades und des Freibades in Nürtingen begeistert. Problem ist nur: Das Freibad ist nicht…

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