Leserbriefe

Noch ist es nicht zu spät zum Handeln

08.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sabine Hausch, Beuren. Zum Artikel „Knapp an der Vertagung vorbeigeschrammt“ vom 30. Juli. Nachdem das Thema „Ochsen“ seit Wochen für Unruhe sorgt, habe ich mir überlegt, dass ich mich dazu auch äußern werde. Ich habe viele Jahre in Frickenhausen und Linsenhofen gewohnt, war fast 20 Jahre im Handwerksbetrieb mit meinem damaligen Mann tätig. Im Gasthaus Ochsen haben wir sowohl im Bereich Heizung als auch Sanitär gearbeitet. Das ist nicht allzu lange her und Harold Gähr, als Verantwortlicher aus der gesamten Familie, war sehr bemüht, den „Ochsen“ in gutem Zustand zu halten. Bis zu dem Zeitpunkt, wo sich die Gemeinde das Vorkaufsrecht für den „Ochsen“ zugesprochen hatte. Danach wusste keiner, wie es weitergeht, und weitere Investitionen wurden verständlicherweise zurückgestellt und/oder vermieden.

Jedenfalls finde ich es für das Ortsbild und den Charakter von Frickenhausen wichtig, sowohl den „Ochsen“ als auch die Kelter zu erhalten. Die Art der Nutzung wäre erst einmal zweitrangig. Das Einzige, was Frickenhausen nun als Ortsmitte noch realisieren könnte, ist dieses Areal, wo jetzt das Seniorenzentrum geplant ist. Ansonsten gibt es in Frickenhausen kein Zentrum!

Für die Durchführung des Seniorenzentrums im Bereich der ehemaligen Gärtnerei Weber spricht auch noch Folgendes, was bisher noch gar nicht bedacht wurde: Direkt dort und an den alten Friedhof angrenzend liegen sowohl das ehemalige Baugeschäft Rist als auch ein Baugrundstück zur Hauptstraße hin, die beide mit integriert werden könnten. Ein Käufer für diesen Bauplatz fand sich seit sehr vielen Jahren nicht.

Dies wäre für die Verkehrsanbindung der Seniorenanlage nur von Vorteil, so könnte der Verkehr zur Altenwohnanlage nicht zu Lasten für das „Melchior“-Wohngebiet geplant werden oder in anderer Nutzbarkeit dem Seniorenzentrum zugutekommen.

Es bleibt jetzt nur der Gemeinde überlassen, diese Grundstücke im Zuge des Vorkaufs-Rechtes ebenfalls zu erwerben. Da Herr Rist ja als ehemaliger Gemeinderat seinerzeit auch für das Vorkaufsrecht der Gärtnerei Weber war, hat er sicher Verständnis für diese Maßnahme.

Beuren hat hier wirklich Pionierarbeit geleistet und ich rate allen Frickenhäusern, diese einmalige Chance zur Gestaltung einer „wirklichen“ Ortsmitte besser und mit anderen Ideen zu nutzen. Noch ist es nicht zu spät zum Handeln! Der „Ochsen“ gehört zu Frickenhausen!

Leserbriefe

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