Leserbriefe

Niedrige Löhne und billiger Spargel

19.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Horst Hasenberg, NT-Zizishausen. Zum Artikel „Polnische Helfer bleiben bei der Stange“ vom 11. Mai. Unser Wohlstand basiert zum Teil auf der Ausbeutung der armen Bevölkerung anderer Länder, wo die Armut so groß ist, dass selbst studierte Lehrer zu uns kommen, um unseren Spargel aus der Erde zu holen.

Wir missbrauchen die Armut dieser Länder, damit der deutsche Verbraucher zwei Monate preiswerten Spargel essen kann. Mit billigen Arbeitskräften werden unsere Lebensmittel billiger. Ob bei der Spargel-, Erdbeer-, Äpfel- oder Weinernte, es ist immer dasselbe.

Für den Mindestlohn von 5,55 Euro würde ich auch nicht aufs Feld gehen und diese körperlich schwere Arbeit machen. Wenn wir wollen, dass deutsche Arbeiter für diesen Lohn in der Landwirtschaft arbeiten, müssen wir als Erstes den Sozialstaat abschaffen, die Errungenschaft der Nachkriegszeit.

Der Spargel ist kein Volksnahrungsmittel. Auf den anerkannt besten Böden von Deutschland lässt sich jedes wertvolle Gemüse anbauen, nicht nur der vitaminarme Spargel.

Leserbriefe

Wird Ausgrenzung salonfähig?

Simon Kromer, Wendlingen. Zum Artikel „Der Sport darf sich nicht missbrauchen lassen“ vom 13. Mai. Die AFD ist mit Sicherheit eine streitbare Partei, was regelmäßige Eskapaden an ihrem politischen Rand immer wieder zeigen. Doch Herr Ernle hat weder in der Berichterstattung über ihn noch in dem…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe