Leserbriefe

Lokalpatrioten sind Förderer einer Stadt

12.04.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Egon Eigenthaler, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Provokante Thesen und kein Konzept“ vom 26. März. Hat da ein Journalist den Professor missverstanden oder verwechselt dieser die wahre Bedeutung eines „Lokalpatrioten“ mit einem „Kirchturmpolitiker“? „Beides ist nicht gut, denn es strahlt nach außen“, um Professor Alexander Doderer zu zitieren, der seine Analyse zu einem Marketingkonzept für Nürtingen dem Gemeinderat vorgestellt hat. Man könnte es zwar mutig nennen, dass er es wagte, so deutlich und unverblümt seinen Auftraggebern den Spiegel vorzuhalten, und im Vergleich mit Nachbarstädten, Versäumnisse und Verblendungen der Verwaltung und des Gemeinderats aufzuzeigen.

Dass er sich damit ungewollt in die Reihe der „Schlechtredner“ einklinkt, kann man dem Stadtfremden verzeihen, dass er diese aber mit Lokalpatrioten gleichstellt, will ich nicht einfach schlucken. Natürlich können wir von Nachbarstädten lernen oder partizipieren. Wer herausragen will, darf nicht nur den anderen nachhecheln, sondern er muss auch eigene Ideen entwickeln, Besonderheiten hervorheben oder sie neu schaffen.

Dazu bedarf es eine Portion Mut zu visionären Projekten und Investitionen, die einmal nicht nur soziale Wünsche befriedigen, sondern zukunftsfähige wirtschaftliche Erfolge langfristig ins Auge fassen. Dafür bräuchte es Stadträte und -rätinnen, die weit über den Tellerrand eines, von Medien geprägten, „gutmenschlichen Horizonts“ hinausschauen und vorausdenken und mit diesen Bürgern diskutieren, die solche Vorschläge haben.

Leserbriefe

IS-Mitgliedschaft als Schutzargument

Bernd Hummel, Nürtingen. Zum Artikel „Flüchtlinge zeigen sich vermehrt selbst an“ vom 16. April. Die Absurditäten nehmen eine neue Stufe an: „Ich war beim IS und darf in Deutschland bleiben“ und genieße besonderen Schutz. Was wir aber dazu dringend brauchen, ist eine neue Stelle im Bundestag,…

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