Leserbriefe

Lachen über sich selbst und andere

12.05.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Fröhlich, Frickenhausen-Tischardt. Zu den Artikeln „Lachen macht die Seele frei“ vom 8. Mai. Ich bin der Redaktion sehr dankbar für diese lebensbejahende Seite in der Zeitung. Sie tröstet uns hin über allerlei düstere Bekanntmachungen wie unchristliche Handhabung von Geistlichen der Katholischen Kirche, unpatriotische Geldverschwendung und jeden Ansatz, der eine finanzielle Krise rechtfertigt. In dieser Oase der Tugend konnte ich, nebst bemerkenswerten Beiträgen von Persönlichkeiten, auch erfahren, wie mein Freund Reza Maschajechi über das Lachen im Leben denkt, und seine Begründungen mit meinem Herzen teilen.

Darüber hinaus gibt es eine deutsche Organisation, die aus dem Lachen einen Weg zur Selbsterkennung ebnet, denn der, der über sich selber lachen kann, ist eher bereit zu vergeben. In der „Schlaraffia Bonaerensis“ fand ich in Argentinien eine Atmosphäre der heimatlichen Geborgenheit: Im Mittelalterstil „reiten“ Ritter ein, die ganze Zitate aus Goethes „Faust“ rückwärts vortragen. Ich habe am Klavier mit meinem ungarischen „Knappen“ und seiner Geige so manche Lachsternstunde verbracht, als wir aus dem Stegreif „artige“ Themen der Klassik bis Romantik in grotesken Pop-Ausschweifungen vortrugen oder versuchten, einen bekannten korrupten Politiker musikalisch zu versinnbildlichen.

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