Leserbriefe

Kann der Logik nicht folgen

22.10.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gerhard Jakob, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Es gibt keine Demut mehr“ vom 15. Oktober. Es drängt mich, einigen Aussagen des Barons zu Guttenberg in dem Interview zu widersprechen. So war zum Beispiel das Wort „Umweltschutz“ im Jahre 1975, als zu Guttenberg den Bund für Umwelt und Naturschutz mitbegründete, schon seit mindestens fünf Jahren in aller Munde, da ja 1970 ein internationales Jahr des Umweltschutzes begangen worden war. Doch ist das mehr eine Nebensache. Etwas anderes ist mir wichtiger.

Zu Guttenberg wirft Winfried Kretschmann vor, er sei nicht konsequent genug. In einer Talkshow sei er gefragt worden, was er tun werde, wenn der Volksentscheid am Ende nicht, wie die Grünen hofften, zu einer Kündigung der S-21-Verträge führt.

Um glaubwürdig zu bleiben, müsse Kretschmann dann zurücktreten. Schließlich sei er nicht nur wegen Fukushima, sondern vor allem wegen Stuttgart 21 gewählt worden. Und zu Guttenberg versteigt sich zu der Behauptung, es wäre gefährlich für die Demokratie, wenn Kretschmann nicht zurücktreten würde.

Ich kann der Logik von zu Guttenberg nicht folgen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus! Wo kämen wir hin, wenn Politiker bei jedem Widerstand einfach den Bettel hinschmeißen würden? Ob Kretschmann wegen Fukushima oder Stuttgart 21 gewählt wurde, wer will das entscheiden? Eines steht jedoch fest: Kretschmann wurde gewählt, weil man ihm die Lösung der anstehenden Umweltprobleme am ehesten zutraut, und zwar für fünf Jahre. So lange, hoffentlich, wird man mit ihm mindestens noch rechnen müssen.

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