Leserbriefe

Kampf deutscher Soldaten gewürdigt

11.11.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Zum Leserbrief „Die Wehrmacht erneut im Fokus“ vom 4. November. Dieser Brief war so ungeheuerlich mit seinem Hohn und Spott über die deutsche Armee und der Behauptung, diese habe einen verbrecherischen Angriffskrieg geführt. Es ist bedauerlich, dass dieser Zeitgenosse (den Begriff habe ich aus seinen Leserbriefen entnommen) nicht an diesem Krieg teilnehmen musste.

Charles de Gaulle sagte einmal nach Kriegsende, den Charakter eines Volkes erkennt man daran, wie es nach einem verlorenen Krieg mit seinen Soldaten umgeht. Herr Melcher sollte mal über dieses Zitat nachdenken. Es tut auch gut, wenn ein ehemaliger Feind – Vernon Walters, ehemaliger Botschafter der USA – über unsere Soldaten sagt: „Vor den deutschen Soldaten ziehe ich den Hut, ich habe in der Normandie gegen euch gekämpft, eure Soldaten waren erstklassig.“ Und auch François Mitterrand, ehemaliger französischer Staatspräsident, sagte: „Es waren Menschen, die ihr Vaterland liebten.“ Auch wenn selbst General Eisenhower, der eigentlich kein Freund der Deutschen war, in einer Ehrenerklärung im Januar 1951 sagte: „Der deutsche Soldat hat für seine Heimat tapfer und anständig gekämpft.“ Diese Anerkennung der Leistung unserer Soldaten kann auch der Leserbriefschreiber nicht schmälern.

Wenn schon von einem verbrecherischen Angriffskrieg geschrieben wird, so möchte ich daran erinnern, dass in Erkenbrechtsweiler, damals ein kleines Albdorf, in den letzten beiden Tagen vor Kriegsende bei einem Angriff der Amerikaner noch 28 Soldaten und sechs Erkenbrechtsweiler Bürger umgekommen sind. Die Verwüstung der kleinen Ortschaft war unbeschreiblich. Erkenbrechtsweiler hatte auch hohe Verluste an gefallenen und vermissten Soldaten, insgesamt 97 Söhne und Väter waren zu beklagen. Den Hinterbliebenen aus diesem Krieg – Mütter, die ihre Söhne, Frauen, die ihre Männer und Kinder, die ihre Väter verloren haben – wurde nicht annähernd so viel Hilfe zuteil, wie heute die Flüchtlinge und Asylanten aus fremden Ländern bei uns bekommen.

An das, was dieser kleine Ort erleiden musste, wollte ich erinnern, damit auch das nicht in Vergessenheit gerät, nachdem ja so viel Denkmäler für alles Mögliche aufgestellt werden.

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