Leserbriefe

Ist der Name Programm?

10.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Michael Kocken, Nürtingen. Zum Leserbrief Islam und Toleranz vom 5. Juli. Man kann nun wirklich vieles über Herrn Kunzmann sagen oder denken, aber eines kann ich ihm gewiss bescheinigen, nämlich das Attribut Toleranz. Wer sonst, wenn nicht ein überaus toleranter Mensch, käme auf die Idee, einen Referenten zu einer Veranstaltung einzuladen, der nicht nur Lehrbeauftragter, Autor, Sicherheits- und Islamexperte sowie Vereinsgründer (Pax Europa) ist, sondern zusätzlich auch einen Förderverein zur Gründung einer neuen Partei ins Leben gerufen hat. Diese Partei, so geht aus einem Artikel von Welt Online vom 23. März 2007 hervor, soll vor allem der CDU Stimmen abjagen. Also wenn das nicht überaus tolerant ist für einen der führenden Köpfe der CDU in unserer Region!

Herr Kunzmann schreibt in seinem Leserbrief, wenn 350 Besucher zu einer Veranstaltung kommen, muss das Thema von der Politik aufgegriffen werden. Ulfkotte tut dies mit der Gründung einer eigenen Partei, welche am rechten Rand anzusiedeln sein wird, und er kündigt vorsorglich schon mal an, mit anderen islamkritischen Gruppierungen zusammenzuarbeiten. Und so trat Ulfkotte auch der Vereinigung Bürger in Wut bei, welche bei der kürzlich durchgeführten Wahl in Bremen antrat. Zu diesem Zweck zog Ulfkotte seine für kommendes Jahr angekündigte Kandidatur zur Wahl in Hamburg für die Zentrumspartei wieder zurück.

Der Mann weiß, was er will, das merkt man sofort. Er tummelt sich in verschiedenen Gruppierungen, welche alle von ehemaligen Schill-Partei-Mitgliedern geleitet werden, um demnächst seine eigene Partei aus der Taufe zu heben. Die Ankündigung dafür findet man im Übrigen unter der Web-Adresse muslim-unrecht.de. Da scheint der Name Programm zu sein. Dr. Ulfkotte tritt bestimmt gerne bei Veranstaltungen der CDU auf, da er dort potenzielle Wählerklientel sieht und wahrscheinlich gerne die Hilfe von Steigbügelhaltern in Anspruch nimmt. Ich persönlich würde mir für Veranstaltungen Referenten einladen, die meiner eigenen Partei nicht so kontraproduktiv gegenüberstehen. Aber wie gesagt, Herr Kunzmann ist ein toleranter Mensch. In diesem Sinne: Glück auf!

Leserbriefe

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