Leserbriefe

Islam-Kritik

21.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Reinhardt, Neckartenzlingen. Die Diskussion über den Islam zeigt doch deutlich: sowohl das Christentum wie der Islam, beide haben in sich verschiedene Seiten. Mit beiden kann man sowohl Friedensmissionen wie Kriege begründen; beide sind zu beidem gebraucht und missbraucht worden. Was haben die Christen im Namen ihrer Religion alles für Kriege geführt? Priester/Pfarrer haben im Ersten Weltkrieg auf beiden Seiten die Kanonen gesegnet. In den islamischen Ländern ist natürlich Ähnliches geschehen. Da geben sich die beiden großen monotheistischen Religionen nichts und ein gegenseitiges Aufrechnen ist ziemlich sinnlos. Was bringt es, wenn beide Seiten sich Missstände auf der Gegenseite vorwerfen? Beide Seiten finden immer gute Gründe dazu. Überall geht es allzu menschlich zu.

Weder die Kreuzzüge noch Bin Laden sind wirklich religiös verursacht, da stecken allemal weltliche Interessen dahinter. Aber die Religionen eignen sich hervorragend dazu, die eigenen Interessen hochrangig zu begründen, zu verschleiern und den jeweiligen Gegner zu verteufeln. Davor sollte ein jeder sich sorgfältig hüten. Dazu muss man sich allerdings die Mühe machen, die andere Seite wirklich von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen.

In welchem Ausmaß wirre, aber scheinbar hochtrabende Ideen Massen begeistern und motivieren können, haben wir in Deutschland vor 60, 70 Jahren erlebt im christlichen Abendland , aber nichts daran war christlich. Etwa das Gleiche erleben wir zurzeit, wenn extreme Islamisten die Massen aufputschen. Da sollten wir uns nicht zu hochnäsig verhalten. Überall geht es oft arg menschlich zu.

Gefährlich ist allerdings, dass unsere Medien immer wieder den Stimmen der radikalen Islamisten sehr viel Gehör geben; die vernünftigen Moslems, die sicher in der Mehrheit sind, sind kaum eine Zeile wert. Warum wohl? So entstehen falsche, auf Dauer sehr gefährliche Bilder. Denn je heftiger ein falsches Bild des Islam gezeichnet wird, desto stärker radikalisiert er sich. Genauso auf der Gegenseite. Zu einem gegenseitigen Hochschaukeln sollten wir nicht beitragen.

Nicht die Religionen gleich ob die eine oder die andere sind die Ursachen für die Übel dieser Welt, sondern die Menschen, die die je eigene Religion missbrauchen, um Misstrauen, Angst und Hass zu schüren.

Ich empfehle Nathan der Weise: die Religionen sollten durch gute Taten miteinander wetteifern, dann kämen ihre wahren Qualitäten zum Vorschein. Der Streit, wer denn nun böser sei, führe niemals zu etwas Gutem das bot Lessing vor etwa 200 Jahren als Lösung im Religionenstreit an. Wäre das nicht eine Möglichkeit das Positive im anderen sehen?

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