Leserbriefe

Inakzeptable Kritik an Verwaltung

07.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ansgar Lottermann, Wendlingen. Zum Artikel „Freie Wähler wollen Stellen streichen“ vom 30. April.

Natürlich kann man einmal gefasste Beschlüsse angesichts geänderter finanzieller Rahmenbedingungen noch einmal überdenken. Dass die Freien Wähler im Wendlinger Gemeinderat allerdings nur wenige Wochen nach dem Beschluss, zwei Stellen neu zu schaffen, beantragt haben, eine andere Stelle zu streichen, sieht dann doch etwas nach Retourkutsche aus.

Der ursprüngliche Beschluss war zwar umstritten und erging nur mit knapper Mehrheit, sollte aber in der Demokratie auch von den unterlegenen Stadträten akzeptiert werden.

Die Tatsache, dass innerhalb der CDU-Fraktion nur der Vorsitzende für den Antrag der FWV stimmte, lässt auf tief greifende Differenzen und eine zunehmende Isolierung Einzelner innerhalb der Fraktion schließen.

Was mir aber größere Sorgen bereitet, ist die Art und Weise, mit der die Stadtverwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung angegriffen wurde. Es muss allerdings auf allen Ebenen der Verwaltung festgestellt werden, dass Personalkürzungen und zunehmende Belastungen des verbliebenen Personals ignoriert werden. Ich selbst erlebe es auf der Ebene des Landes, dass die Politik immer mehr Personalstellen streicht, aber gleichzeitig zunehmend neue Aufgaben auf die Verwaltung überträgt. Dies ist in der Stadt Wendlingen nicht anders. estes Beispiel hierfür ist der Bauhof, dessen Personal in den letzten Jahren massiv zusammengestrichen wurde.

Gleichzeitig erwartet aber der Gemeinderat beispielsweise, dass es in unserer Stadt stets sauber und gepflegt aussehen soll. Und ausgerechnet in einer Zeit, in der gleichzeitig eine Reihe von Großprojekten gestemmt werden muss, die Leistungsbereitschaft der gesamten Stadtverwaltung in Frage zu stellen, ist eigentlich nicht nachvollziehbar.

Vor allem der Ton, mit dem die Kritik an der Verwaltung geäußert wurde, ist aus meiner Sicht nicht zu akzeptieren.

Angesichts der Tatsache, dass bei der im Juni anstehenden Gemeinderatswahl fast die Hälfte der amtierenden Stadträte nicht mehr kandidiert, also mindestens ebenso viele neue Gesichter im Gremium zu sehen sein werden, bleibt abzuwarten, ob sich die Diskussionskultur im Gemeinderat ändern wird.

Leserbriefe

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