Leserbriefe

In Nürtingen war Endstation

23.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Werner Schäfer, Bempflingen. Man schafft es vom Bempflinger Bahnhof mit dem Zug in gut vier Stunden, mitten in Paris zu sein, das ist eine wunderschöne und angenehme Sache und jederzeit zu empfehlen. Aber das ganz dicke Ende kommt, wenn man von Paris wieder heimkommt und in der Grenzregion des Landkreises und der Region wohnt. Man schafft es nicht, wenn man nach 20.30 Uhr in Stuttgart ankommt, vor 0.18 Uhr des nächsten Tages in Bempflingen zu sein, auch wenn man bezahlte Fahrkarten des VVS bis zum Zielort hat, denn in Nürtingen ist Schluss.

So ging es einer Gruppe von 36 Leuten, die um 21.05 Uhr aus Paris in Stuttgart ankam und mit einem Regionalexpress weiterfahren konnte, der leider in Bempflingen nicht hält. So musste in Nürtingen auf dem verschlossenen und verriegelten Bahnhof ausgestiegen werden, der nächste mögliche Regionalzug fährt aber erst wieder nach Mitternacht. Eine Alternative nach Metzingen durchzufahren und dann wieder zurück nach Bempflingen ist ebenso unmöglich, trotz der vielen lauten Sprüche über die endlich erfolgte Koordination zwischen VVS und Naldo.

Mindestens ein Dutzend Telefongespräche im Vorfeld mit netten Menschen der verschiedenen Institutionen wie Bahn, VVS, Ministerien und Regionalverband und den jeweils weiterempfohlenen Stellen brachte keinerlei Ergebnis, da sich alle nicht für zuständig hielten und trotz hohen Titeln nicht kompetent waren. Nur die Bahn versuchte eine Lösung anzubieten, die aber aus technischen Gründen nicht realisiert werden konnte, da der Bahnsteig in Bempflingen nicht die genügende Länge hat. Den immer wieder als Alibi genannten Ruf-Bus kann man vergessen, da er trotz mehrfach versuchten Vorbestellungen nicht in der Lage ist, wenn überhaupt, mehr als acht Personen zu transportieren. Also blieb der Gruppe nichts anderes übrig, als einen privaten Bus für viel Geld zu mieten, obwohl die Fahrtkarten bis zum Zielort verkauft und dafür das Geld eingeschoben wurde.

Jetzt vor den Wahlen bekommen wir täglich bunte Prospekte in Massen ins Haus für die Gemeinderatswahlen, Kreistagswahlen, Regionalwahl, von denen uns die Kandidaten anlächeln und sehr viel versprechen. Ich bin gespannt, ob wir von einer der Parteien (ich denke hier vor allem an die Kreistags- und Regionalratskandidaten) noch vor der Wahl ein Wort darüber hören, ob sie bereit sind, sich für eine Lösung in unserer Grenzregion einzusetzen und konkret hören, was sie wann tun wollen und werden.

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