Leserbriefe

Idee Genossenschaft war ernsthaft gemeint

Barbara Dürr, Nürtingen. Zum Artikel „Hoffen auf Vertagung am Dienstag“ vom 13. Dezember. Sachlich, inhaltlich umfassend, berichtet Anneliese Lieb über die Veranstaltung der Bürgerinitiative in der Kreuzkirche und trifft mit der Überschrift auch die Stimmung der Veranstalter und vieler Teilnehmer. Die zitierte Anregung von Pit Aurenz, eine Genossenschaft zu gründen, um das Areal von Bürgern zu erwerben, war übrigens nicht „schmunzelnd“, sondern ganz ernsthaft gestellt und beinhaltet auch die Hoffnung, dass der Tagesordnungspunkt „Bebauungsplan ,Wasen‘“ verschoben werden möge. Einfach deshalb, ist das Resümee der von der Bürgerinitiative, der Fridays-for-Future-Vertreterin, von Karl-Heinz Frey vom BUND und von Sigrid Emmert für den Schwäbischen Heimatbund vorgetragenen Gedanken und Einwände, weil die Planung nicht mehr zeitgemäß ist, den Anforderungen an eine Wohnbebauung in einem sensiblen Gelände am Fluss nicht mehr entspricht. So fasst der Moderator des Abends die sachkundigen Einwände, untermauert von den baugeschichtlichen Kenntnissen des Architekten zusammen. So weit, so gut, auch der einzige Stadtrat, Martin Häberle, wird in dem Artikel zitiert, der Bedenken äußert, die Reißleine ziehen zu müssen am kommenden Dienstag. Der Leser könnte zufrieden sein, er ist gut informiert worden.

Aber dann der Paukenschlag! Der ehemalige Stadtrat Dieter Braunmüller, jetzt Mitinitiator der Bürgerinitiative, wird in dem Kommentar stellvertretend in einer Weise an den Pranger gestellt, die sein langjähriges Engagement für die Belange der Stadt als Stadtrat beschädigt durch die selbstherrlich gestellte Frage „Warum erst jetzt?“. Ihm vorzuhalten, er habe den Städtebaulichen Vertrag gekannt, ist grober Unfug, er ist 2017 aus dem Gemeinderat ausgeschieden. Der Vertrag wurde im Sommer 2019 verhandelt und abgeschlossen.

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