Leserbriefe

Haben Räte das Wohl der Stadt im Auge?

11.06.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Hartmann, Nürtingen. Zum Artikel „Ratsmehrheit für Bürgerbeteiligung“ vom 9. Juni. Was im Nürtinger Gemeinderat zurzeit abläuft, ist schon was ganz Besonderes. Weil ein offiziell vor vielen Jahren beschlossenes und genehmigtes Gewerbebaugebiet (Großer Forst) bei Teilen der Bevölkerung noch umstritten ist, schlägt die Stadtverwaltung vor, in einer Bürgerbefragung nochmals das Pro und Kontra fachlich qualifiziert zu beraten und dann zu entscheiden. Was gibt es Vernünftigeres als diesen Vorschlag, wenn etwas strittig ist?

In Kirchheim hat der Gemeinderat vor ein paar Tagen „einstimmig“ ein neues Gewerbegebiet neben dem Kruichling beschlossen! Was passiert bei uns? Ein Teil des Gemeinderates ist für das Gewerbegebiet ohne neue Bürgerbeteiligung, da der Gemeinderat mit Mehrheit ja dafür ist. Ein anderer Teil ist gegen eine solche Bürgerbeteiligung und will, dass die Bürger per Abstimmung darüber entscheiden; obwohl Gerichte dazu entschieden haben, dass dies nicht mehr geht.

Ein anderer Teil ist offensichtlich gegen den Vorschlag, weil er vom Oberbürgermeister gemacht wurde, und der steht bekanntlich im Herbst zur Wiederwahl, deshalb kann man jetzt seine Vorschläge nicht unterstützen.

Ergebnis: Nur eine Minderheit unterstützt einen vernünftigen Vorschlag und nichts geht mehr. Lustig wird es dann noch, wenn nach der Abstimmung gefragt wird: Worüber haben wir denn jetzt abgestimmt und wie geht es weiter? Ich frage mich, ob einige Gemeinderäte noch das Wohl der Stadt im Auge haben bei ihrem Tun.

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Die Autobahn als Schneckenpfad

Wolfgang Niefanger, Oberboihingen. Zum Artikel „Kretschmann fordert Tempo 130 auf Autobahnen“ vom 9. Oktober. Der Vergleich unseres Ministerpräsidenten ist sicherlich provokant von ihm so gewählt, möchte er doch damit suggerieren, jenseits von 130 Stundenkilometern wird der Autofahrer zum…

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