Leserbriefe

Gute Schule für logisches Denken

06.04.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rolf Priesmann, Nürtingen. Zum Artikel „Grünes Licht für den Schillerplatz“ vom 28. März. Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre! Die Schulen der Schulstadt Nürtingen sind marode. Unsere „Schul“-Stadt müsste dringend die Schulen sanieren und renovieren. Das würde Geld kosten, viel Geld. Das Geld ist da, auch wenn darüber hinaus Nürtingens finanzieller Spielraum relativ eng ist. Aber statt es in die Sanierung der Schulen zu stecken, will man lieber den Schillerplatz neu pflastern, ein paar Bäume fällen und dabei gleich den Ochsenbrunnen verlegen. Das kostet schlappe 3,5 Millionen Euro – wenn es dabei bleibt! Damit ist kein Geld mehr da, um Nürtingens Schülern ein gutes Lernumfeld zu gewährleisten.

Die Mehrheit des Nürtinger Gemeinderats hält dieses Vorgehen für richtig. Für eine vorrangige Sanierung der Schulen sprachen sich nur die SPD-Fraktion und die Nürtinger Liste/Grüne aus. Die krude Argumentation der Pflasterfreunde: Wenn der Schillerplatz schöner wird, entsteht in der Innenstadt automatisch ein größeres und besseres Angebot von Geschäften und Waren. Kirchheim lässt grüßen. Und die Privateigentümer würden sich dem guten Beispiel der Stadt vielleicht anschließen. Wie naiv kann/darf man denn als Gemeinderat sein? Oder steckt vielleicht doch etwas anderes dahinter?

Irgendwie erinnert mich das an die Sanierung der Teufelsbrücke vor Jahren. Hier hat man mit immensen Kosten den oberen Teil der Brücke im Wald saniert – und danach festgestellt, dass ihre Fundamente nicht mehr in Ordnung sind. Und ein wie auch immer geartetes Konzept, in das man die Teufelsbrücke hätte sinnvoll einbinden können, gibt es bis heute noch nicht. Es ist eben so eine Sache mit dem logischen Denken – auf einer ordentlichen und zeitgemäß eingerichteten Schule kann man das lernen.

Leserbriefe

Der Abstand zu den Windkraftanlagen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Standorte in der Region vom Winde verweht“ vom 14. Juni. Wenn man den BW-Windatlas 2019 einmal anschaut, stellt man fest, dass darin für die betrachteten Windhöffigkeiten die maximale Nabenhöhe der Windkraftanlagen von 160 Meter auf 200 Meter angehoben…

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